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"Algen" in einer Wasserkühlung - alles nur Unsinn?

Dieses Thema wurde 23 mal beantwortet und 13081 x angesehen.

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Alt 16.05.2008, 18:38   #1
EffizienzGuru
Stasi
 
Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 4.203
Standard "Algen" in einer Wasserkühlung - alles nur Unsinn?

Liebe User,

heute wollen wir uns einmal mit einem Thema beschäftigen, dem man lange nachsagte, es gehöre in die Kategorie Unsinn, Sagen und moderne Mythen: Organismen in einem Wasserkühlungs-Kreislauf. Wann immer man auf dieses Thema kam, wurde man schnell darüber belehrt, dass es unmöglich sei für irgendwelche Organismen in einer PC-Wasserkühlung zu (über-)leben. Keine Nährstoffe, kein Sonnenlicht, Temperaturschwankungen und die Fließgeschwindigkeit des Wassers - all dies seien Gründe, die Leben in einer Wasserkühlung unmöglich machten. User, die über diese Dinge berichteten, wurden meistens damit abgespeist, dass es sich viel eher um Dreck aus ihrem Radiator handeln würde.

Doch wie ich selbst erfahren sollte, ist organisches Wachstum - auch über einen längeren Zeitraum - sehr wohl in einer Wasserkühlung möglich. Mitte 2006 nahm ich meine Wasserkühlung in Betrieb, deren Komponenten ich zuvor sorgsam mit Essigessenz und ähnlichen Mitteln gereinigt hatte. Als Kühlmittel wurde destiliertes Wasser eingesetzt, als Zusatz setzte ich auf ACfluid aus dem Hause Aquacomputer. Im November 2006 konnte ich sich langsam ausbreitende Ablagerungen an den Schlauchinnenwänden feststellen und war zunächst auch der Überzeugung, dass es sich hierbei um gewöhnlichen Dreck handelte. Da es mir zu der Zeit zeitlich nicht möglich war, die Wasserkühlung komplett zu warten und zu reinigen, beschloss ich zunächst einmal gar nichts zu tun und abzuwarten.
In der folgenden Zeit konnte man fast wöchentlich eine Ausbreitung des "Belags" erkennen, bis die Schläuche im März 2007 schon fast völlig grün waren. In der Zwischenzeit war mir aufgefallen, dass die Ablagerungen offensichtlich wuchsen, und so beschloss ich, das Ganze noch etwas gedeihen zu lassen, um es dann untersuchen zu lassen. In Christoph aus dem AC-Forum fand ich auch jemanden mit der nötigen Ausstattung dazu, so dass ich im Mai 2007 die Kühlung abbaute und ihm Wasserproben und Proben der Schläuche zur Untersuchung zusandte. So sahen zu diesem Zeitpunkt die Schläuche aus:




Christoph hatte die Möglichkeit, die Proben unter dem Mikroskop zu fotografieren und ich denke die Bilder sprechen für sich:




Leider sind weder er noch ich Biologen, doch so viel lässt sich mit Sicherheit sagen: Der größte Anteil der Mikroorganismen sind Pilze. (Die "faserigen" Strukturen.) Außerdem sind auf den Bildern noch Bakterien zu sehen. Sie sind deutlich kleiner als die Pilzzellen. Leider kann ich nicht genau sagen, um welche Arten es sich da handelt, zumal eine exakte Bestimmung wohl rein durch die Betrachtung von Bildern nicht möglich ist. Doch eins ist sicher: Es handelt sich um Mikroorganismen.

Nun könnte man meinen, in meinem Rechner herrschten irgendwie besonders gute Bedingungen, doch weit gefehlt. Das Case verfügte nicht mal über ein Window, Sonnenlicht konnte so also nur durch den Ausgleichsbehälter einfallen. Zudem lief der PC nur selten mehrere Tage am Stück, also waren auch Temperaturschwankungen vorhanden. All dies macht es Mikroorganismen eigentlich nicht einfach.

Was kann man daraus also schließen?
  1. Organismen können sich in Wasserkühlungen ausbreiten, sogar mit Zusätzen.
  2. Nicht jeder Zusatz behindert das Wachstum

Daher habe ich beschlossen eine auf meinen (und euren) Erfahrungen basierende Liste von Zusätzen aufzustellen, die organisches Wachstum verhindern.

Kein organisches Wachstum festgestellt:
  • G48
  • Innovatek Protect IP

Organisches Wachstum möglich: (Das heißt nicht, dass es mit diesem Produkten zwingend auftritt!)
  • Aquacomputer ACfluid

Generell bitte immer destiliertes Wasser und einen geeigneten Zusatz verwenden, um das Risiko zu minimieren.


Links zum Thema:
  • 2 Beiträge (Nummer 1, Nummer 2), die versuchen zu erklären, warum "Algen" in einer Wasserkühlung eigentlich nicht überleben können sollten.

  • Thread "Verdammt schon wieder verstopft" im AC-Forum. Hier wurde 2007 sehr intensiv und über zahllose Seiten über dieses Thema diskutiert. Es finden sich viele Tipps zur Vermeidung von organischem Wachstum.

Geändert von BigKahuna (27.01.2009 um 15:37 Uhr) Grund: Links angepasst
BigKahuna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2008, 18:39   #2
EG-Staff
Graf Zahl
 
Benutzerbild von Vorher
 
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Stimmen die Zeitangaben? Mitte 2006 - Mai 2007? (nur für das Verständnis).

Ansonsten würde ich sagen erschreckend genug.

Welche Kühler hast du verwendet? Kombi aus Alu und Kupfer? Nur Kupfer? Welche Materialien waren also beteiligt?
__________________
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Alt 16.05.2008, 18:55   #3
EffizienzGuru
Stasi
 
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Nur Kupfer. Schlauch war Tygon, alles Andere so wie in jeder normalen Wakü auch. Ja, die Bilder hatte ich fast total vergessen, bevor sie mir beim Aufräumen der Mailbox wieder in die Hände fielen. Daher erst jetzt dieser Thread.
BigKahuna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2008, 21:43   #4
Reverend Highflow
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Benutzerbild von peebee
 
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Mann sollte es nicht glauben
Aber dir glaub ich es Wahnsinn, was so alles leben kann, unter solchen Bedingungen!
peebee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2008, 21:48   #5
Administrator in Rente
Bughunter
 
Benutzerbild von buyman
 
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Überlegt mal unter welchen Umständen die ersten Organismen auf diesem Planeten überlebt haben - dann wundert euch gar nichts mehr. Dagegen ist die Wakü wohl ein Paradies
__________________
Früher im Sandkasten war das alles viel einfacher:
Da gabs was mit der Schüppe auf die Fresse ... und gut wars - aber Heute?
Werd auch du ein Guru
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Alt 16.05.2008, 22:09   #6
Profi
 
Benutzerbild von dewdrop
 
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Mit rund 30°C ist die Temperatur auf jedenfall optimal. Feuch-warm ist perfekt für Schimmel, da fühlt er sich wohl. Ich glaube es gibt sehr viele Wasserzusätze die unter den Punkt "Organisches Wachstum möglich" fallen. Ich denke Fluoriszierende Farbzusätze können da auch mitmischen in manchen Systemen. Mehrere Wasserzusätze zu müschen ist eh nicht so empfehlenswert.
Der AC-Übeltäter war mir auch schon aus verschiedenen anderen Foren bekannt. Ist also kein unbeschriebenes Blatt.
__________________



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Slik Sprint Pro EZ & Lowpro Flipside 300

Geändert von dewdrop (16.05.2008 um 22:11 Uhr)
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Alt 20.05.2008, 08:39   #7
Greenhorn
 
Registriert seit: 05.2008
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Sehr interessantes Thema. Nur wurde etwas sehr entscheidendes übersehen.
Die Spülung mit Essigessenz könnte in diesem Fall der Verursacher des Bakterienfalls sein, denn:

Es gibt verschiedene Arten der Herstellung von Essig.
Die einfachste Herstellung ist, den Alkohol einfach stehen lassen (z.B. Traubenwein) und den Rest, Essigbakterien erledigen lassen.

Die zweite Art, ist die synthetische Herstellung - also die eigentliche Essigessenz. Auf die Herstellung will ich jetzt nicht detailliert eingehen, denn es gibt verschiedene Verfahrensweise der Herstellung von Essig und Essigessenz.

In Deutschland muss auch eine Essigsäurelösung mit über 25% Alkoholanteilen Essigessenz genannt werden. Wer jetzt nicht genau verstanden hat was das bedeutet, soll sich bitte im Web etwas schlauer machen.

Es kann also sein, dass durch die Essigessenzspülung, so die Bakterien in dein Wasserkühlkreislauf gelangt sind. Das ist eine der plausibelsten Erklärungen für deinen Bakterienbefall.
Justin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2008, 08:59   #8
Reverend Highflow
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Wirklich interessant, daran habe ich noch garnicht gedacht. Bisher galt Essig aber immerhin als einzige Möglichkeit, den eventuell vorhandenen Herstellungsdreck oder sonstige Ablagerungen lösen zu können. Also würde ein gewöhnliches Spülen mit destilliertem Wasser vor dem Einsatz in der Wasserkühlung gegebenenfalls diese Essigbakterien gar nicht erst beseitigen können sehe ich das richtig?

Bisher spült nämlich jeder seinen Radiator mit diversen Essigsorten. Aber das Auftreten dieses Phänomens ist nicht so häufig. Dann könnte es ja noch daran liegen, ob eventuell ein Zusatz die Verbreitung der Bakterien besser im Griff hat, als der andere.

In jedem Zusatz befinden sich diverse Stoffe, wie Ethandiol usw. Vielleicht hängt es von der Zusammenstellung der verschiedenen Korrosionsschutz-Komponenten ab, ob ein Überleben dieser Bakterien möglich ist oder nicht!?
peebee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2008, 09:16   #9
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Zitat:
Zitat von peebee Beitrag anzeigen
Wirklich interessant, daran habe ich noch garnicht gedacht. Bisher galt Essig aber immerhin als einzige Möglichkeit, den eventuell vorhandenen Herstellungsdreck oder sonstige Ablagerungen lösen zu können. Also würde ein gewöhnliches Spülen mit destilliertem Wasser vor dem Einsatz in der Wasserkühlung gegebenenfalls diese Essigbakterien gar nicht erst beseitigen können sehe ich das richtig?
Exakt.

Zitat:
Bisher spült nämlich jeder seinen Radiator mit diversen Essigsorten. Aber das Auftreten dieses Phänomens ist nicht so häufig. Dann könnte es ja noch daran liegen, ob eventuell ein Zusatz die Verbreitung der Bakterien besser im Griff hat, als der andere.
Es ist eben die Herstellung der Essigessenz ausschlaggebend. Ist es wirklich eine aus synthese hergestellte Essigessenz oder nur eine Essigsäure (über 25% Alkoholgehal) die als Essigessenz deklariert wird, weil die Industrie die Vorgaben erfüllen möchte?

Hier kann bereits eine Fehlerquelle vorhanden sein.

Zitat:
In jedem Zusatz befinden sich diverse Stoffe, wie Ethandiol usw. Vielleicht hängt es von der Zusammenstellung der verschiedenen Korrosionsschutz-Komponenten ab, ob ein Überleben dieser Bakterien möglich ist oder nicht!?
Eine von vielen Möglichkeiten.
Justin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2008, 20:44   #10
Greenhorn
 
Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 2
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schonmal dran gedacht ne fischfarm aufzumachen?
wenn sie groß genug sind kühlung abbauen, fische ausnehmen und auf der blanken cpu bruzzeln
Plastikauto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2008, 21:56   #11
EffizienzGuru
Admin in Rente
 
Benutzerbild von Chibu
 
Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 6.239
Standard

Zitat:
Zitat von Plastikauto Beitrag anzeigen
schonmal dran gedacht ne fischfarm aufzumachen?
wenn sie groß genug sind kühlung abbauen, fische ausnehmen und auf der blanken cpu bruzzeln
Willkommen im Forum!

Der Gedanke mag einem durchaus kommen bei den Bildern. Praktische Erfahrungswerte deinerseits könnten jedoch anderen Usern helfen, solch ein "Aufzuchtbecken" zu vermeiden. Hast du zufällig welche?
Chibu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2008, 21:00   #12
Spezialist
Mr. Blu
 
Benutzerbild von Don Vito
 
Registriert seit: 10.2006
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Wir haben in der Arbeit Ziehemulsion.
Da kippen wir regelmäßig Bakerizit und Fungizit rein.
Ich denke das sollte man mal in einer Wakü testen.
Don Vito ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2008, 21:46   #13
Amateur
 
Benutzerbild von Airfox
 
Registriert seit: 02.2007
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Zitat:
Zitat von Don Vito Beitrag anzeigen
Wir haben in der Arbeit Ziehemulsion.
Da kippen wir regelmäßig Bakerizit und Fungizit rein.
Ich denke das sollte man mal in einer Wakü testen.
Oder einfach mal mit Innovatec Wasserzusatz versuchen?

Und zur Reinigung, das mit dem Essig habe ich auch nicht gewusst.
Hätte nicht gedacht dass im Essig gewisse Bakterien überleben, andererseits
ist das eben schon ein sehr zähes Pack...

Ich reinige meine Waküteile übrigens mit verdünntem Bref oder eben Sillit Bumm.
Das kommt besonders bei Kupfer sehr gut, die Patina ist nachher wieder weg.
__________________
Gruss Airfox, veritas odium parit
Mein Grosser - Mein Mobiler
Airfox ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2009, 15:17   #14
Greenhorn
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2
Daumen runter Innovatek hilft auch nicht immer...

Ich habe leider ebenfalls massiven Pilzbewuchs mit Innovatek Protekt gehabt. Mischung war richtig und kontroliert (pH WErt 8,5 und Dichte wie Frostschutz bei -11° gemäss Angaben der Innovatek Mitarbeiter). Die Flüssigkeiten waren ca 1,5 Jahre alt und laut Innovatek müsse man die nicht wechseln. Dafür kann ich jetzt alle Schläuche reinigen (oder wegschmeissen) und meinen CPU Kühler und NB Kühler hab ich beim reinigen zu heiss rangenommen, sodass sich das mistding verzogen hat (XX_Flow Platik Oberteil).
Ich bin bedient :-( und zur Zeit Rechner/Funktionslos ;-(((((
doc-alex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2009, 14:06   #15
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Herzlich Willkommen im Forum doc-alex.

Das ist natürlich sehr bitter. Aber wer glaubt, dass eine Wasserkühlung komplett wartungsfrei ist, der hat sich vom Falschen an der Nase herumführen lassen. Was auch immer die Hersteller empfehlen, ich würde mienen Kreislauf nie länger als ein Jahr ungewartet laufen lassen. Ich betrachte mir das Wasser auch immer wieder durch die transparenten Schläuche und wenn sich da etwas stark verfärbt, wird eben komplett gewechselt und gereinigt. Einmal im Jahr sollte das wohl vorsichtshalber passieren. Komischerweise ist mir aufgefallen, dass reine Kupferkreisläufe viel weniger anfällig sind, als Kreisläufe in denen Aluminium vorkommt. Innovatek arbeitet ja sehr gerne auch mit Aluminium.

Darf ich fragen, wie es zu der überhitzigen Behandlung kam? Geschirrspüler?

Gerade bei wasserkühlung sollte man schon darauf achten, dass man nichts maschinell reinigt, sonsern lieber alles von Hand.
peebee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2009, 18:42   #16
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Ich hab mir oft schon mal überlegt ob man anstatt dem destillierten Wasser nicht ein bestimmtes Öl nehmen könnte...
Öl hat eh eine bessere Wärmeabfuhr.
C-84 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2009, 20:05   #17
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Ja, aber auch eine niedrigere Wärmekapazität. Das heißt, eine Ölkühlung benötigt eine größere Oberfläche zur Wärmeaufnahme, als eine Wasserkühlung. Zudem besitzen die meisten Öle eine höhere Viskosität als Wasser. Speiseöl ist zudem aufgrund der Fettsäuren und Doppelbindungen nicht gut für die Kühler.
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smoothwater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2009, 08:15   #18
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Beiträge: 2
Standard heisse reinigung

@peebee:

Nein, der Hitzeschaden war reine persönliche geistige Umnachtung. Ich dachte "Verdammt Bewuchs, die spüle ich heiss durch und dann ist der Mist weg". Dann hab ich mit Heisswasser durchgespült (50° vorher gemessen, dachte das Plastik hält bis 60°) und naja, das war dann halt diskret total falsch

Jetzt frag ich mich ob ich bei der Gelegenheit auf einen Heatkiller 3.0 an der CPU umstelle. Kann man einen Düsenkühler mit einer HPPS+ Pumpe betreiben, oder ist der Flow zu niedrig (in meinem System hab ich zuletzt grad mal 36l/Stunde gemessen, Temps waren aber okay).
doc-alex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2009, 11:12   #19
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Benutzerbild von smoothwater
 
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Klar kann man Düsenkühler mit einer HPPS+ nutzen, kommt aber drauf an, was sonst noch im Kreislauf hängt (Winkel, Kühler, Radiatorgröße und ~anzahl) und ob es Dir auf jeden Liter an Durchfluss ankommt. Allerdungs sind 36 l/h durchaus ausreichend. Rechne das doch mal für nen 10/8er Schlauch. Der hat nen Innenradius von 4 mm -> Kreisfläche von 0,503 cm². Die 36 l/h ergeben 0,01 l/s. Das wären dann 10 ml/s. Das Volumen von 1 l ergibt 1 dm³, also hat 1 ml ein Volumen von 1 cm³. Auf unseren Schlauch gerechnet wären das dann 10 ml= 10 cm³ = 0,503 cm² x 19,9 cm. Diese 19,9 cm sind die Länge der Wassersäule im 10/8er Schlauch. Also wird das Wasser in einer Sekunde um knapp 20 cm weitergepumpt. für 13/10er bzw. 16/10er Schlauch dagegen wären das dann 10 ml= 10 cm³ = 0,7854 cm² x 12,7324 cm. Hier wird das Wasser also nur noch 12 cm/s weitergepumpt. Ist zwar nicht die Welt, aber mMn durchaus ausreichend, zumindest wenn Graka, Board, CPU und nen Quad-Radi im Kreislauf hängen.
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smoothwater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2009, 16:25   #20
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Zitat:
Zitat von doc-alex Beitrag anzeigen
Ich habe leider ebenfalls massiven Pilzbewuchs mit Innovatek Protekt gehabt. Mischung war richtig und kontroliert (pH WErt 8,5 und Dichte wie Frostschutz bei -11° gemäss Angaben der Innovatek Mitarbeiter). Die Flüssigkeiten waren ca 1,5 Jahre alt und laut Innovatek müsse man die nicht wechseln. Dafür kann ich jetzt alle Schläuche reinigen (oder wegschmeissen) und meinen CPU Kühler und NB Kühler hab ich beim reinigen zu heiss rangenommen, sodass sich das mistding verzogen hat (XX_Flow Platik Oberteil).
Ich bin bedient :-( und zur Zeit Rechner/Funktionslos ;-(((((
Entschuldige, aber das kann ich nicht glauben. Ich betreibe meinen kleinen Server und meinen Arbeitsrechner mit Inovatek Protekt und das seit es die erste Wasserkühlung von Innovatek gibt. (Eheim 1005 mit Plexiausgleichbehälter und ohne Verschraubungen also Kabelbinderanschlüsse ;-) ) und das Wasser ist seit Jahren klar, die Leitungen durchsichtig. Da hast Du etwas falsches drin gehabt. Soweit ich weiß, bietet doch gerade Innovatek den Service das überprüfen zu lassen.

Zitat:
Zitat von doc-alex
Jetzt frag ich mich ob ich bei der Gelegenheit auf einen Heatkiller 3.0 an der CPU umstelle. Kann man einen Düsenkühler mit einer HPPS+ Pumpe betreiben, oder ist der Flow zu niedrig (in meinem System hab ich zuletzt grad mal 36l/Stunde gemessen, Temps waren aber okay).
Von Düsenkühlern kann man ja nur generell abraten IMHO, die Gefahr des Verstopfens (und da sind wir wieder beim Thema oben) ist hier einfach zu hoch und der Ausfall von Hardware oder zumindest der Wasserkühlung geradezu vorprogrammiert.

Zitat:
Zitat von peebee
Aber wer glaubt, dass eine Wasserkühlung komplett wartungsfrei ist, der hat sich vom Falschen an der Nase herumführen lassen. Was auch immer die Hersteller empfehlen, ich würde mienen Kreislauf nie länger als ein Jahr ungewartet laufen lassen. Ich betrachte mir das Wasser auch immer wieder durch die transparenten Schläuche und wenn sich da etwas stark verfärbt, wird eben komplett gewechselt und gereinigt. Einmal im Jahr sollte das wohl vorsichtshalber passieren. Komischerweise ist mir aufgefallen, dass reine Kupferkreisläufe viel weniger anfällig sind, als Kreisläufe in denen Aluminium vorkommt. Innovatek arbeitet ja sehr gerne auch mit Aluminium.
Wie oben schon geschrieben läuft mein Server seit Jahren störungsfrei und Du hast Recht wenn Du regelmässig mal nachsiehst, allerdings finde ich ein Jahr schon eine zu lange Zeit. Hier ist es sicherlich ratsamer gerade am Anfang sehr oft nach zu sehen und dann die Abstände zu verlängern. Wobei Mischsysteme Al+Cu bei vernüftigem Korrosionsschutz kein Problem sind. Ich kann nicht nachvollziehen warum sich das Märchen von der Superreinenkupferkühlung selbst nach Jahren immer noch halten kann.
Nusshoernchen ist offline   Mit Zitat antworten
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