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Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

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Alt 16.02.2009, 13:56   #1
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Standard Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen


Hallo liebe Community.

Ich starte dieses Thema in mehreren Foren um mit so viel wie möglich Menschen über dieses Thema zu schreiben & mich auszutauschen.


Ich werde folgende Punkte in meinem Start-Thread anrpechen:

0) Wie ich zu dem Thema kam
1) Was ist das Bedingungslose Grundeinkommen?
2) Die Finanzierung
3) Meine Argumente für ein Bedingungsloses Grundeinkommen
4) Trailer
5) Petition
6) Was denkt ihr?




0) Wie ich zu dem Thema kam

Ich glaube mich zu erinnern das es bei einem Gespräch mit jemandem um die zunehmende Arbeitslosigkeit durch den Einsatz durch Maschinen ging. Ich war demgegenüber skeptisch, konnte aber nie ganz entscheiden, Ja wieviel Maschine ist denn jetzt ok, und was ist zuviel? So viel, das gerade jeder Mensch Arbeit hat?
In diesem Gespräch fand ich jedoch zu der Überzeugung, dass es etwas gutes ist, wenn Maschinen schwere/unangenehme Arbeit übernehmen. Und in gleichem Thema brachte mich mein Gesprächspartner zum Thema Grundeinkommen, wovon ich sofort überzeugt war.


1) Was ist das Bedingungslose Grundeinkommen?

Kurz und knapp:
Jeder Mensch, ab der Geburt, ob er erwerbstätig ist oder nicht, erhält soviel Geld, so dass ihm eine Grundversorgung gewährleistet ist.
Hinzuverdienen ist natürlich möglich.


2) Die Finanzierung

Da ich die Länge meines Anfangsthreads nicht überstrapazieren möchte, verweise ich auf:
unternimm-die-zukunft.de :: Finanzierung & Wirkung


3) Meine Argumente für ein Bedingungsloses Grundeinkommen

Anfangs stellte ich mir die Frage, ob dann überhaupt noch jemand arbeiten gehen würde?
Wobei jeder Mensch arbeitet. Demnach ersetze ich nun „arbeiten“ durch „erwerbstätig sein“.
Und hier ist schon der erste, sehr wichtige Punkt, den ich noch davor erwähne:

- Man ist nicht mehr dazu gezwungen um zu überleben einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Heute muss jeder Geld verdienen, also werden auch nur Jobs gemacht, die Geld bringen. Soziale Projekte, Beratungen, Ehrenemtliche Tätigkeiten, anderen Menschen helfen werden somit automatisch schwerer, weil sie wenig bzw. kein Geld bringen.
Heutzutage ist also GELD das ZIEL, nicht der WOHLSTAND. Damit will ich sagen dass es sehr viele, wichtige Arbeiten gibt, die gemacht werden könnten, aber keiner macht, weil sie nicht bezahlt werden. Das wäre ein großer Pluspunkt, den ich sehe.

Dazu zählt auch:

- ohne Geldsorgen leichter den Job finden den man wirklich machen will
- z.B. Forscher muessen sich nicht mehr den Pharmaindustrien oder sonnstigen einzig und allein am Profit interessierten Forschungseinrichtungen verkaufen
- ein Grundeinkommen macht einen Menschen von Seiten des Staates und des Arbeitgebers nicht mehr erpressbar
(Was sich an Beispielen zeigt, bei denen Menschen sehr hart schuften und einen Hungerlohn erhalten weil der Arbeitgeber einfach am längeren Hebel sitzt „wenn du gehen willst, geh. draußen warten viele die deinen Platz einnehmen“. Sollte das nicht aufhören?
„Es ist nicht nötig in den Staub zu kriechen wie es heute der Fall ist, um zu überleben und Wohlstand zu erhalten“ (umformuliertes Zitat aus unten erwähntem Trailer)
- unangenehme Jobs könnten auf 2 Leute geteilt werden oder eben problemlos durch Maschinen ersetzt werden ohne die moralische Diskusion "Arbeitsplatzverlust"

- Grundeinkommen bringt dem Menschen mehr Vertrauen entgegen was ich sehr wichtig finde. Das ist auch bei der Erziehung von Kindern wichtig.

-------

Jetzt zu meiner Frage, ob die Menschen weiter arbeiten würden.

Das beginne ich mit folgendem Link:
Was würden Sie arbeiten

Dort schreiben nun seit ca. 4 Jahren Menschen, was sie tun würden, gäbe es ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Die Hauptfrage ist vielleicht: Wie ist der Mensch von Grund auf?
Ich denke sehr viele fühlen sich in dem heutigen System nicht wohl. Deshalb fehlt teilweise auch die Motivation auf Arbeit. Speziell bei HarzIV-Empfängern.
Das kann ich verstehen, warscheinlich ginge es mir auch so. Man wird weniger als Mensch, sondern als Rohstoff gehandhabt.

Aber man kann nicht den Zustand eines Menschen nehmen und ihn als
Grund-Eigenschaft vermarkten, wenn dieser Zustand vll. nur durch ein Menschen unfreundliches "System" hervorgerufen wäre. Das heißt, mit einem Grundeinkommen wäre ein großer Teil von Demotivation und Faulheit verschwunden. Davon bin ich überzeugt!
Menschen WOLLEN etwas tun. Jeden den ich selbst bisher gefragt habe, ob er weiter arbeiten gehen würde, sagte eindeutig JA.
Die jenigen die meinen „dann würde keiner mehr arbeiten gehen und das wäre schlecht“, haben mit letztem Teil Recht. Allerdings würden auch Sie weiter einer Beschäftigung nachgehen. Ich habe bisher niemanden getroffen der sagte, er würde aufhören einer Tätigkeit nachzugehen.
Und selbst wenn kommt das eventuell auch nur von dem momentanen Gesellschafts-System.

Ich für meinen Teil habe ein inneres Verlangen danach etwas zu tun.

Ich frage mich woher das Bild des „Von Grund auf schlechten und faulen Menschen“ kommt.
Auf jedenfall werden im Fernsehn/Zeitung zum Großteil nur Extremsituationen gezeigt, von Aussteigern die auf gar nichts mehr Lust haben, oder mit HarzIV auf Mallorca leben.
Aber von DIESEN RTL2-News Medien entstehen solche Bilder im Kopf und letztendlich führt es dazu das wir alle mit dem Finger auf uns gegenseitig zeigen.


4) Trailer

Trailer zu einem Film zum Bedingungslosen Grundeinkommen:
YouTube - Grundeinkommen - Trailer zum Film

Wenn ihr mit mir im Thread über das BGE reden wollt, bitte ich euch diesen anzusehen.
Ich kann hier unmöglich alle Argumente bringen die es gibt und vielleicht kommt auch einiges nicht so rüber wie ich es gerne vermitteln will. Wie das nun mal so ist . Das verspricht, dass ihr besser versteht was ich sagen will und erspart lange Erklärungsarien da ich vll. etwas ungünstig formuliert habe.


5) Petition

Noch bis Morgen läuft eine Petition auf der Seite des Deutschen Bundestages.
Wenn 50.000 Stimmen vorhanden sind, muss der Bundestag damit öffentlich umgehen.

Link: https://epetitionen.bundestag.de/ind...;petition=1422


6) Was denkt Ihr?

Ich freue mich über eine offene Unterhaltung!



Lieben Gruß,
Sess
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Alt 16.02.2009, 19:24   #2
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Wird nicht funktionieren, die "Arbeitslosenzahlen" würden steigen - das ist prinzipiell wie in der DDR, nur unter dem Deckmantel eines neuen Namens und mit der Option, "hinzuzuverdienen". Ist zu teuer, kann nicht finanziert werden. Utopie - Nonsense. Ein großer Teil der Arbeitslosen will nicht arbeiten - und wer sich nicht bildet, wozu aber jeder hier in D in der Lage ist, der verdient eben auch nur wenig. Faulpelzen einen Freifahrtsschein zu verpassen ist ja wohl ein Witz. Und nur die profitieren davon. Es gibt eben zuviele Krankenschwestern, und zuviele ungelernte Arbeiter. Dann muss diesen Leuten eben, v.a. wenn diese bereits Eltern sein sollten, klar werden, dass von Nichts nichts kommt und ihre Kinder darauf hin erziehen. Die Einstellung muss geändert werden, nicht die Ausdehnung des ALG von denen, die es benötigen, auf alle. Das Leben und die Welt ist kein rosaroter Plüschkindergarten. Ich bin ganz klar gegen Mindestlohn oder gar "den nächsten Schritt", wie so etwas hier. Das sind ideale Wahlkampfthemen für die Stimmenjagd - mehr nicht.
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Alt 16.02.2009, 19:39   #3
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Warum denn gegen den Mindestlohn?
Weil die Firmenbosse so nett sind und alle fair bezahlen? Weil sie das jemals tun werden?

Mich interessieren tatsächlich deine Gründe gegen ein Mindestlohn.
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Alt 16.02.2009, 20:07   #4
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Der böse Boss Es ist erstaunlich, wie sich dieses Feindbild immer wieder gebrauchen lässt. Die Handvoll Großkonzerne, die wir in Deutschland haben und die Gehälter, die an deren Führungskräfte bezahlt werden, würden umgeschichtet nicht mal auch nur ansatzweise für eine signifikante Lohnerhöhung der Beschäftigten sorgen können. Lohn wird nicht bezahlt, weil Bosse nett oder nicht nett sind - sondern abhängig davon, wie gut sich das Unternehmen in der aktuellen wirtschaftlichen Situation behaupten und auf Änderungen am Markt reagieren kann. Ist der Konzern zu groß und zu schwer, sind die Auftragsbücher leer, dann kann dem Management sicher eine Schuld daran zugeschrieben werden - die Gehälter aber wären dennoch nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein und würden bei weitem nicht den Mindestlohn finanzieren. Warum bauen Unternehmen stellen ab? Weil der Chef so böse ist und nicht fair bezahlen will? Weil das Unternehmen z.B. mit der aktuellen Belegung der Arbeitsplätze schlicht und ergreifend nicht wirtschaftlich arbeiten kann (Die Banken und unsere Automobilindustrie sind da die Paradebeispiele. In der Schweiz wurden einige Vorstandsmitglieder gewissen Banken dazu angehalten, ihre Bezüge zurück zu zahlen. Das sind für uns Durschnittsmenschen enorme Summen - verteilt aber auf alle "Bedürftigen" oder die berechtigeten Empfänger, wie die Aktionäre beispielsweise, sind das letztendlich nur noch Peanuts. Dennoch sind solche Signale natürlich moralisch korrekt und wünschenswert!). Lohn ist nur einer von vielen Faktoren einer betrieblichen Kostenliste. Würde die Mindestlohngarantie eingeführt, würden eben noch mehr Stellen abgebaut, um den anderen ihren Mindestlohn zu bezahlen. Letztendlich ist Mindestlohn genau wie dieser Vorschlag dieses Themas genau der Schritt in die falsche Richtung. Wenige würden arbeiten um anderen den Mindestlohn/ Sofortrente zu bezahlen. Es muss darauf hingearbeitet werden, dass jeder seinen Unterhalt selbst erwirtschaftet. Je mehr arbeiten, desto mehr Steuern werden gesammelt, desto weniger fließt wieder zurück in die Hände derer, die nicht arbeiten und umso mehr steht für Forschung, Bildung, Kinderbetreuung, etc. - eben alles staatlich finanzierte - zur Verfügung. Und das alles fängt im Kopf von uns und dann unseren Kindern an - nicht in einer staatlichen Sofortrente.

Ich verstehe den Reiz an einer solchen Überlegung und es ehrt dich und die Befürworter dieser Idee, dass der Glaube an das Gute im Menschen so hoch gehalten wird. Dennoch ist es schlichtweg naiv zu glauben, dieses System würde nicht ausgenutzt werden.
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Alt 16.02.2009, 21:03   #5
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Hm, naja. Seh ich nicht so.
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Alt 16.02.2009, 21:12   #6
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Dessen bin ich mir sicher. Etwas aber einfach nur nicht so zu sehen, reicht nicht aus. So ein Vorschlag müsste umgesetzt werden - und das ist einfach nicht zu finanzieren/ realisieren. Schon gar nicht nach diesem "3-Punkte-Plan" aus der Petition Grundeinkommen impliziert "Ich muss nicht arbeiten". "Wenn ich keinen Job finde, der mir gefällt, bin ich ja abgesichert". "Arbeite ich heute nicht, arbeite ich morgen". "Verliere ich meinen Job - kein Problem." usw usw. Die Argumente oben beziehen sich nur auf alles was ja so toll wäre an so einem System. Wie es sich aber finanzieren soll und welche negativen Folgen dies zwangsläufig nach sich ziehen würde? Das wird nicht erwähnt. Es gibt wichtigere Aufgaben anzupacken.
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Alt 16.02.2009, 21:24   #7
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Das wäre so wie mit der Einheitsrente...
Es gibt immer Leute die davon profitieren.
Weil sie einfach sagen, wieso sollte ich arbeiten, im Endeffekt bekomme ich das glecihe an Rente wenn ich nichts tue, als derjenige, welcher sich den Rücken rund malocht.
Halte demnach davon auch nichts.
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Alt 17.02.2009, 08:11   #8
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Ich gehe jetzt nur von mir aus.

Wenn ich Dinge freiwillig machen kann, bin ich viel energischer dabei und begeisterter, arbeite länger, als wenn ich gezwungen werde und muss. Das war bei mir schon immer so und ich köntne mir vorstellen das ich das nicht allein so empfinde.
--
Heute ist der letzte Online-Petitionstag unr es fehlen nur noch rund 2000 Stimmen!
https://epetitionen.bundestag.de/ind...;petition=1422

Ich finde es wichtig das das Thema Bedingungslose Grundversorgung vor den Bundstag kommt, wichtig. Egal wie es letztlich umgesetz wird. Aber der Staat muss dahingehend "angesprochen werden". Und WIR sind die Ansprecher.


Zitat:
Der Wert des Menschen muss vom finanziellen Wert seiner Tätigkeit abgekoppelt werden. Ein Mensch ist nicht nur deswegen wertvoll, weil er etwas tut, was die Gesellschaft mit Geld zu bezahlen bereit ist. Jeder muss menschenwürdig leben können, einfach weil er existiert. Das ist vor allem für junge Menschen wichtig, die nach der Schule keine Ausbildung finden und sich so minderwertig fühlen, dass sie sich selbst aufgeben.
Quelle: https://epetitionen.bundestag.de/ind...11358#msg11358

Geändert von Sess (17.02.2009 um 08:14 Uhr)
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Alt 17.02.2009, 12:12   #9
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Der Gedankengang dahinter ist wirklich edel und erscheint auf dem ersten Blick verlockend. Ich für mich würde so etwas auch begrüßen, da ich mir auch nicht vorstellen kann, den ganzen Tag nur nichts zu tun. Ich würde ähnlich, wie es die Unterstützer ansprechen, das BGE als "Versicherung" sehen, die es mir deutlich vereinfacht, meine Ziele und Träume ohne Angst um mein finanzielles Überleben zu verfolgen. Dabei wäre ich mir sicher, dass ich dabei viel gutes leisten kann - für mich und andere.

Ich bin auch davon überzeugt, dass es vielen Menschen so ginge und sich insgesamt sehr sehr viel positives für die Gesellschaft daraus entwickeln könnte.

Aber: Wenn ich durch Köln-Chorweiler oder .... (hier bitte einen anderen sozialen Brennpunkt eurer Wahl eintragen) mit der U-Bahn fahre, dann sehe ich, dass die Welt nicht nur aus gut erzogenen, gebildeten Edelmütern besteht, sondern eben auch zu einen großen Teil aus - sagen wir es deutlich: Großmäuligen, faulen, nichtsnutzigen, aggressiven, respektlosen, etc... Menschen.

Und diese Menschen auch noch derart zu "beschenken" ist in meinen Augen wie Öl ins Feuer gießen. Ein 18jähriger Drogendealer mit Migrationshintergrund kauft sich von 1500€ BGE im Monat höchstens noch mehr Drogen, Waffen und H&M-Klamotten. Die Wenigsten werden sich denken: Geil, ich muss mir keine Sorgen mehr machen, jetzt packe ich meine Träume an und tue Gutes. Es ist nun mal so, dass es einen Haufen schlechter Menschen auf der Welt gibt. Und die sind nicht alle nur deshalb schlecht, weil ihre Lebensumstände es vielleicht sind. Das ändert auch ein BGE nicht, und da sehe ich ein Problem.

Was ich mir wünschen würde: Das BGE mal in einem Modellversuch ausprobieren. Denn trotz meiner Skepsis bin ich der Meinung, dass in unserer Gesellschaft eine Revolution der Systeme absolut überfällig ist und das dass BGE mehr Gutes bringen könnte als Schlechtes. Nur sollte man das vielleicht erstmal über ein paar Jahre in einem kleinen Rahmen ausprobieren, bevor man das Projekt auf ganzer Linie durchbringt und dann vielleicht in einem sozialen Flächenbrand verbrennt. Risiken sind eben da...

Der Schritt der radikalen Vereinfachung unseres Steuersystems ist abgesehen davon aber natürlich absolut nötig und sollte vielleicht zunächst mal angegangen werden. Damit ließen sich auch viele andere Probleme angehen. Alle Steuern weg, dafür dann eine einheitliche Steuer in Höhe von sagen wir mal ~40% entweder auf Einkommen oder auf Konsum - fertig. Ergebnis: Milliarden gespart, einen paar hunderttausend Finanzbeamte auf der Straße und ein System, das jeder kapiert und akzeptiert.

Aber das scheitert an den Kräften, die das als ungerecht empfinden. Für diese Leute sind 100.000 Ausnahmen und ein System in dem der eine 0% seiner Kraft in den Staat steckt, der andere 60% und mehr, gerechter. Ich verstehe das nicht. Es stecke jeder den gleichen Teil seiner Kraft in der Staat. Der eine hat eben viel, der andere weniger. Aber wenn jeder prozentual gesehen den gleichen Teil abgibt, erst dann ist das in meinen Augen gerecht und nachvollziehbar.

Naja, Utopie... selbst das Modell vom Merz wurde ja schon nicht gewollt, also was will man da schon erwarten.

Geändert von BigKahuna (17.02.2009 um 12:43 Uhr)
BigKahuna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2009, 16:39   #10
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Zitat:
Zitat von BigKahuna Beitrag anzeigen
Naja, Utopie... selbst das Modell vom Merz wurde ja schon nicht gewollt, also was will man da schon erwarten.
Naja, wer seine ganzen Beraterverträge etc noch nichtmal auf einen Bierdeckel bekommt, der kann auch seine Steuererklärung nicht auf jenem machen. Nichtsdestotrotz halte ich Merz für einen fähigen Abgeordneten mit allerhand Sachverstand.
pvt.gwh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2009, 17:03   #11
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Zitat:
Und diese Menschen auch noch derart zu "beschenken" ist in meinen Augen wie Öl ins Feuer gießen. Ein 18jähriger Drogendealer mit Migrationshintergrund kauft sich von 1500€ BGE im Monat höchstens noch mehr Drogen, Waffen und H&M-Klamotten.
Schonmal überlegt wie es dazu kommt? Die jetzige, oft perspektivlose Zukunft hat doch sicher einen erheblichen Teil daran das Jugendliche abfallen.
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Alt 17.02.2009, 17:13   #12
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Die Perspektivlosigkeit kommt doch von ihrem Umfeld. Wenn Mutter und Vater dann auch schon seit 20 Jahren Arbeitslos sind, ist das Bild doch perfekt.
Die Leute geben sich keine Mühe. Auch mit nem Hauptschulabschluss kann man ne Ausbildung bekommen und hinterher einigermaßen verdienen, klar reicht das nicht um sich nen neuen Porsche zu kaufen, aber leben kann man davon auch, nur muss man auch seine Ansprüche auch entsprechend aufstellen.
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Alt 17.02.2009, 17:21   #13
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Zitat:
Die Perspektivlosigkeit kommt doch von ihrem Umfeld. Wenn Mutter und Vater dann auch schon seit 20 Jahren Arbeitslos sind, ist das Bild doch perfekt.
... und wenn wir ein wenig weiter denken
Woher kommt wohl das ungünstige Umfeld?
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Alt 17.02.2009, 17:23   #14
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Zitat:
Zitat von Sess Beitrag anzeigen
Schonmal überlegt wie es dazu kommt? Die jetzige, oft perspektivlose Zukunft hat doch sicher einen erheblichen Teil daran das Jugendliche abfallen.
Ja, siehe die folgenden Sätze nach den beiden, die du zitiert hast. Es gab, gibt und wird nie eine perfekte Gesellschaft ohne kriminelle Strömungen geben. Egal, wie toll das System ist, es wird immer Menschen geben, die es Ausnutzen wollen/sich illegal bereichern wollen/oder einfach nur so kriminell sind.

Natürlich ist mir bewusst, dass viele Probleme eben aus der Armut/Perspektivlosigkeit kommen. Nur darüber den Kübel mit Geld auszuschütten wird nicht dazu führen, dass sich das abstellt. Das sind teilweise Strukturen und Verhaltensweisen, die sich schon seit Jahrzehnten so gebildet haben. Und wenn man da noch Geld obendrauf packt, werden stellenweise - ich sage nicht überall - folgende Dinge passieren:

-Diese Personen lachen sich kaputt und nehmen das Geld um noch mehr Unheil anzurichten.
-Das wird gesellschaftliche Gegenströmungen auf den Plan rufen.

Je nach dem, wie schlimm diese Entwicklung wäre, wäre alles denkbar. Von einfachem Protest bis hin zu offenen Gewaltausbrüchen. Der Mensch ist nicht durch Geld alleine glücklich zu machen. Gerechtigkeitsgefühl, "Ehre" (schwieriger Begriff in diesen Tagen), all das spielt eine große Rolle. Auch wenn es "allen gut geht", wenn einige sich fehlverhalten, wird es Gegenströmungen geben.

Mir ist auch klar, dass es durch die Möglichkeiten des BGE, wohl auch viel mehr Angebote geben würde, diese Leute von der schiefen Bahn zu holen. Ich bleibe aber bei meiner anfänglichen Aussage: Es gibt immer schwarze Schafe - und über diese darf eine Gesellschaft keinesfalls das Füllhorn ausschütten. Das wird aber dann passieren, denn wenn jeder Kriminelle hinter Gittern sitzen würde, würden wir ja in einer perfekten Welt leben. Die Welt ist aber nicht perfekt und so wird es immer frei herumlaufende Kriminelle geben - die dann 1500€ monatlich von der Gesellschaft bekämen, der sie schaden. Das geht nicht.

Es gäbe also auch mit BGE eine ganze Reihe Dinge und Probleme, die beachtet und gelöst werden wollen. Ein Allheilmittel ist es sicherlich nicht. Eine Chance? Möglich.
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Alt 17.02.2009, 17:31   #15
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Und das Umfeld bessert sich garantiert nicht dadurch, dass alle ihrem gewohnten Lebensgang auch noch auf Staatskosten nachgehen. Also ganz ehrlich, Ideen sind gut und wichtig, das aber ist weder eine Petition noch sonst weiter relevant. Auch diese "Einzelsteuer" ist nicht möglich. Konsumgüter wären unbezahlbar, müssten alle Steuern auf einem einzigen Wege erhalten werden.
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Alt 17.02.2009, 18:02   #16
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Zitat:
Zitat von dracoonpit Beitrag anzeigen
Auch diese "Einzelsteuer" ist nicht möglich. Konsumgüter wären unbezahlbar, müssten alle Steuern auf einem einzigen Wege erhalten werden.
Das würde ich in Frage stellen. Sicherlich kann man sowas nicht von einem Tag auf den anderen umbauen, aber ich wüsste nicht, wieso das nicht funktionieren kann.

Beispiel alle Steuern über eine einheitliche Einkommenssteuer erheben: Das ist mit Sicherheit sehr kühn gedacht, aber wenn man es mal nüchtern betrachtet, hat fast jeder Mensch in diesem Land ein wie auch immer geartetes Einkommen. Wenn man dieses nun einheitlich (und relativ hoch) besteuert, ohne wenn und aber, wäre fast die gesamte Finanzbürokratie überflüssig (und daher auch nicht von einem Tag auf den anderen machbar.) Eine riesige Kostenersparnis. Außerdem schafft man alle Subventionen ab. (Nächster Grund, warum das nicht radikal geht.) Der Staat sollte seine Einnahmen nur noch für Bildung, Infrastruktur, Sicherheit (sozial, gesundheitlich, innere, äußere) aufwenden.

Dann stelle man sich wirklich mal vor, es gäbe keine Steuern und keine Subventionen mehr auf alle Waren. Die Preise würden nur noch von Angebot und Nachfrage bestimmt. Ich denke viele Waren würden damit erstmal zu einem "gesunden" Preis kommen. Sowohl nach oben, als auch nach unten. Ich bin kein Wirtschaftsweiser, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine solche Maßnahme die Märkte ankurbelt. Und am Ende steht dann wieder mehr Einkommen -> Mehr Steuereinnahmen.

Sicher, in dem Gedankengang sind viele Unwägbarkeiten. Das ist kein perfekter Plan, sondern in erster Linie mal eine hochtrabende Idee. Ich bin mir sicher, an einigen Ecken muss der Staat immer eingreifen. Aber es wäre dennoch eine Revolution gegenüber dem Wildwuchs, der hier mittlerweile gewachsen ist. Mal ganz ehrlich: Jeder kann mir eine Steuer oder Steuerausnahme sagen, deren Sinn er nicht versteht. Und dass das momentane System nicht fähig ist, mal ein gesundes Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben (sprich: Überschuss) zu generieren, dass sieht man an den letzten 60 Jahren. Ich habs nicht im Kopf, aber in wie vielen Jahren war der Haushalt ausgeglichen oder gar überschüssig? Würde mich wundern, wenn es von 60 ganze 10 waren.

Geändert von BigKahuna (17.02.2009 um 18:13 Uhr)
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Alt 18.02.2009, 13:03   #17
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Jetzt will ich mal meinen Senf dazu geben:

Da ich mehrere Lehrer im Bekanntenkreis habe und selbst diversen Schülern Nachhilfe gebe, kann ich zumindest im Bezug zur Realschule etwas aus dem Nähkästchen plaudern.
60% der Schüler haben keinen "Bock" auch nur annähernd die Finger krumm zu machen. Wenn es Probleme gibt, wirds Papi oder Mami schon richten. Das Kultusministerium verringert von Jahr zu Jahr die Prozentualen Leistungsgrenzen für die Noten, damit die Zeugnisse besser aussehen und die Eltern ruhig sind, weil Sohnemann oder Töchterchen sich ja verbessert hat. In Klausuren und Tests liegt der Notendurchschnitt bei 3,7, obwohl die Fragen und Antworten bereits 2 Tage vorher explizit samt Lösungsweg durchexerziert wurden und die Lehrer bewusst keine Spickzettel finden wollen, damit der Klassendurchschnitt höher als bei Kollegen liegt und der Direktor keine Fragen stellt, warum der wieder so schlecht ausgefallen ist, bzw. damit die Eltern ruhig bleiben. Die restlichen 40% sind zwar im Unterricht still, lernen aber dennoch nicht, da man sonst als Streber abgestempelt wird. Zu meiner Schulzeit gab es im Schnitt 3 "Klassenclowns" (bei einer Klassenstärke von 26 Schülern) die ein paar Probleme machten. Heute sind es weit mehr, weils "cool" ist. Die Eltern erziehen ihre Kinder nicht mehr ausreichend, bevor sie in Kindergärten und Schule entlassen werden. im Kindergarten setzt man auf antiautoritäre Erziehung und die noch vor 15 Jahren hochgelobten Erzieher sind heute nur noch Aufpasser, um den Schaden in Grenzen zu halten. Bestes Beispiel: Windeln. Es gibt im Schnitt noch 4 Windelträger in der ersten Klasse. Ich kenne Keinen in meiner Altersklasse (egal ob West- oder Ostdeutschland), der nicht mit einem Jahr zumindest tagsüber "trocken" war. Vorallem deshalb, weil dies in Kindergrippen vorraussetzung war. Spätestens in den letzten beiden Kindergartenjahren waren nahezu alle stubenrein. Wenn man in der Schule was ausgefressen hatte, war die Nachricht darüber durch den "Ortsfunk" schneller zu hause angekommen, als man selbst. Wenn nicht, war der Eintrag im Muttiheft, welches Eltern noch täglich lasen eine Bestrafung wert. Wenn man gefragt hat, warum der Latsch (umgangssprachlich für Hausschuhe mit Kunstledersohle) über den Hintern flog, gabs gleich noch eine hinterher. Heutige Kinder werden mit Samthandschuhen angefasst. Auch ich bin gegen Gewalt, aber mal ein leichter Klaps auf den Hintern, damit das Kind merkt, dass das Verhalten untragbar war, ist ja wohl drin. Aber wie gesagt, dies wird von den meisten Eltern unterlassen, sodass die Kinder weder Respektspersonen kennen (wir mussten damals noch vor dem Unterricht aufstehen, um dem Lehrer damit eben diesen zu erweisen. Wenn keine Ruhe war, konnt man auch schonmal den ganzen Unterricht lang stehen. Spätestens dann wusste der letzte, was Klassenzusammenhalt bedeutet ^^), noch sich selbst zu zügeln wissen. Erziehung wird den Lehrern überlassen. Wenn die das nicht hinbekommen, sind die Schuld, nicht die Eltern. Selbst wenn ein Direktor Strafarbeiten schreiben lässt, Arbeitsstunden mit dem Hausmeister aufbrummt oder gar einen Verweis erteilt, wird er suspendiert, weil Vati oder Mutti ans Schulamt geschrieben haben und es sich ja bei dem Steinschlag an 5 Lehrerautos nur um eine Kleinigkeit gehandelt hat. Die Karriere dieser 60% der Schüler ist vorbestimmt: Arbeitslosigkeit, und oft auch Kriminalität. Keine Firma nimmt solche Lehrlinge auf. Durch meine Mutter weiß ich, dass 90% der Bewerber der Firma, in der sie arbeitet, trotz abgeschlossenem Schulabschluss, selbst simpelste Rechnungen und Einheitenumformungen nicht beherrschen (zum Beispiel: Fläche eines Fenstern Berechnen, welches 1500x2000 mm Kantenlänge hat [3 m²]-> das hatten von 600 Bewerben im Vorigen Jahr genau 4 Bewerber richtig angegeben-> einen Kommentar verkneiff ich mir).
Der Wille zu arbeiten und sich zu qualifizieren, um sich seinen lebensunterhalt selbst verdienen zu können, kommt meistens erst sehr spät. Wenn es dazu kommt, dass man mit sagen wir 1000 Euro versorgt wird, was glaubt der Threadersteller, wie lange das dann dauert, bis die Einsicht kommt? Vorallem: Wie lange geht soetwas gut? Der Mensch ist von Natur aus faul, träge und gierig. Er versucht sich das Leben so einfach wie nur irgend möglich zu gestalten. Der Kommunismus ist bereits an dieser Gesellschafft gescheitert, das BGE würde es auch. Meine Meinung.
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Alt 18.02.2009, 13:06   #18
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Und diese "Petition" hat es auch noch zur Prüfung geschafft. Traurig. Man sollte auch abstimmen können, dass man eine Petition ablehnt und dann die Stimmen gegeneinander aufrechnen. Die Petition ist die Bandbreite nicht wert, die sie verbraucht sowie die Steuergelder, welche ihre Bearbeitung kostet.
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Alt 18.02.2009, 21:04   #19
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Man sollte auch abstimmen können, dass man eine Petition ablehnt und dann die Stimmen gegeneinander aufrechnen.
Son Quatsch. Egal bei welchem Thema.

Eine Petition ist FÜR etwas. Wenn es letztendlich um eine Einführung von etwas geht ist es klar das man für ja / nein stimmen kann. Aber erst dann wenn es genau betrachtet wurde.

Ein Neues Thema (völlig egal welches) muss die Chance haben, öffentlich und dass jeder davon Wind bekommt, diskutiert zu werden.
So dass viele Menschen öffentlich zu diesem neuen Thema zu Wort kommen, darüber Meinungen ausgetauscht wurden, sich darüber anfangen zu unterhalten (nicht nur in Foren!!) und somit der Großteil der Menschen überhaupt erstmal (was eben heute nicht der Fall ist) aufgeklärt werden.
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Alt 18.02.2009, 21:09   #20
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Das könnte man durch Gegenstimmen (und die Diskussion, welche damit verbunden ist,) verkürzen Aber natürlich, ...
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