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Die Sonne scheint nicht mehr so stark...

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Alt 17.08.2009, 07:28   #1
EffizienzGuru
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Benutzerbild von Chibu
 
Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 6.239
Standard Die Sonne scheint nicht mehr so stark...

... zumindest für die vor Ort ansässigen Unternehmen. Die Vorzeigebranche der letzten Jahre kommt ins Trudeln. Ein erbitterter Kampf um den Preis beginnt, bleiben deutsche Unternehmen auf der Strecke?

Zitat:
Zitat von T-Online
Der Solarindustrie droht der Kollaps

Lange waren die deutschen Solarunternehmen die Könige der Branche. Doch die goldenen Zeiten sind vorbei - die Industrie leidet unter der staatlich geförderten Konkurrenz aus China. Es droht eine beispiellose Pleitewelle.

Pleitewelle befürchtet - Der noch jungen deutschen Solarindustrie steht eine beispiellose Pleitewelle bevor. Nachdem zahlreiche Zellenhersteller im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht sind, fürchten Branchenexperten einen Niedergang vieler Unternehmen. "Ein großer Teil der deutschen Solarzellen- und -modulhersteller wird nicht überleben", sagt etwa UBS-Analyst Patrick Hummel.

Konkurrenz aus China - Obwohl Deutschland der weltweit größte Wachstumsmarkt für Solaranlagen ist, brechen der Branche Umsätze und Gewinne weg. Die Situation ist paradox: Üppige staatliche Einspeisevergütungen sorgen für einen Nachfrageboom nach Solaranlagen in Deutschland. Profitieren können hiesige Zell- und Modulhersteller davon aber kaum. Dem Branchenmagazin "Photon" zufolge machen asiatische Konkurrenten das Geschäft, vor allem aus China.

Q-Cells verweigert Erlösprognose - Der deutsche Weltmarktführer Q-Cells hatte in der vergangenen Woche eine Erlösprognose für das laufende Jahr verweigert. Der Konzern erlitt einen hohen dreistelligen Millionenverlust, der Umsatz fiel im ersten Halbjahr um fast 40 Prozent auf 366 Millionen Euro. Auch die Bosch-Tochter Ersol musste in den ersten sechs Monaten einen drastischen Umsatzrückgang hinnehmen. Das Ergebnis fiel sogar um mehr als 200 Prozent auf ein Minus von fast 16 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Ersol erwartet für das gesamte Jahr einen weiterhin hohen Preisdruck auf dem Markt. Einzig der Bonner Konzern Solarworld schlägt sich mit einem Umsatzrückgang von rund sechs Prozent im ersten Halbjahr noch ordentlich. Der Gewinn brach allerdings um 41 Prozent ein.

Deutsche Hersteller stecken in der Kostenfalle - Die deutschen Zell- und Modulhersteller stecken in der Kostenfalle: Ihre asiatischen Rivalen können immer günstiger produzieren - nach Berechnungen der Investmentbank UBS mittlerweile um durchschnittlich ein Drittel. Zudem fördert die chinesische Regierung eine aggressive Preispolitik. Die Preise fallen daher rapide. Und während die asiatischen Hersteller ihre Fertigungskapazitäten wieder fast voll auslasten, herrscht bei Q-Cells und Ersol Kurzarbeit. Experten warnen, dass sich die Massenproduktion von Solarzellen- und -modulen in Deutschland nicht halten kann. "Die asiatischen Zell- und Modulhersteller werden die deutschen verdrängen - außer die deutschen produzieren zukünftig ebenfalls in Asien", sagt etwa "Photon"-Chefredakteurin Anne Kreutzmann.

Absturz der einstigen Vorzeigebranche - Die zunehmende Unsicherheit für die deutsche Branche spiegelt sich an der Börse wider. Die Schwergewichte Q-Cells und Solarworld haben seit ihren Jahreshöchstständen im Mai jeweils über 30 Prozent verloren. Der Kurs des chinesischen Solarzellenherstellers Suntech legte hingegen weiter zu und notiert seit dem Tief im März um mehr als 200 Prozent im Plus Der Absturz der einstigen Vorzeigebranche könnte Diskussionen um die außergewöhnlich hohen Einspeisevergütungen für Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entfachen. Die staatlichen Subventionen für Solarstrom würden nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) bis 2013 auf 77 Milliarden Euro steigen, wenn in Deutschland so viele Anlagen installiert werden, wie der Verband der europäischen Fotovoltaikindustrie prognostiziert.
Chibu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2009, 23:49   #2
EG-Staff
 
Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 684
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Das ist nur der Anfang und wird auch fast alle produzierenden Branchen übergreifen. Herzlich willkommen in der "Krise", die nicht anderes ist als die logische Konsequenz der von uns so vehement angetriebenen Globalisierung. Wir wollten sie haben, wir haben die Kontrolle längst an den Markt abgegeben und wir kriegen die Quittung. Die nächsten 10 Jahre werden uns solche Meldungen begleiten, wenn nicht gar länger...

Für Interessierte: Schaut euch mal die Geschiche Japans an, vor allem die der letzten 20 Jahre. Ihr werdet erstaunliche Parallelen feststellen können.


In Deutschland wird sich nur die Hochtechnologie halten können und auch das nicht mehr lange.
35712 ist offline   Mit Zitat antworten
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