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[Liste] Linux Distributionen
Dieses Thema wurde 11 mal beantwortet und 6566 x angesehen.
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2007
Ort: Ösiland
Beiträge: 575
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Dieser Thread soll euch helfen die passende Linux Distribution auszuwählen.
Der Desktop Die Wahl des Desktops sollte als erstes getroffen werden, denn von dieser Wahl ist es abhängig wie flüssig ein System läuft und welche Programme mitgeliefert werden. Grundsätzlich gibt es 3 große Desktops zur Auswahl:
Live-Systeme Ein Live System ist die beste Möglichkeit eine Distribution zu testen. CD einlegen, Live System starten oder gleich installieren, alles ohne Windows zu verlassen. Es gibt aber auch spezielle Live Systeme die sich nicht installieren lassen sondern vor allem Computerprofis dienen um Daten zu retten oder zu testen ob die gewünschte Hardwarekonfiguration richtig zusammenarbeitet.
Distributionen
Der Desktop Gnome (GNU Network Object Model Environment) gnome.org Der Gnome-Desktop steht Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit. Die Software ist darauf ausgelegt "einfach" zu funktionieren und soll für alle benutzbar sein. Gnome läuft auch auf älteren Rechnern mit 256 oder 512MB RAM flüssig. In der aktuellen Version 2.26 lassen sich, dem richtigen Treiber vorrausgesetzt, sehr ansehliche Visuelle Effekte aktivieren. Die Einfachheit der Bedienung hat aber auch seine Nachteile; die Standardkonfiguration ist zwar sehr einfach, doch es wurden einige teils sinnvolle Funktionen im Sauberkeitswahn der Entwickler wieder aus dem fertigen System gestrichen. So ist z.B. die Konfiguration eines PPPoE oder PPTP Modems nur für Linux Profis zu bewerkstelligen. ![]() Einige Gnome Programme:
KDE (K Desktop Environment) kde.org KDE hat es sich ebenfalls zum Ziel gemacht, Linux einfach bedienbar zu machen. KDE steht unter dem Ruf, Microsofts Benutzerinterface am ähnlichsten zu sein. KDE ist der flexibelste aller Desktops, da der Endbenutzer viele verschiedene Einstellungsmöglichkeiten nutzen kann, um angefangen von der Optik bis hin zum Verhalten alles auf seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Hin und wieder wird aber auch kritisiert, dass aus der Fülle der Möglichkeiten eine Unübersichtlichkeit der Funktionen resultieren könne. Die aktuelle Version 4.1 kann mittlerweile problemlos auch auf Produktivsystemen installiert werden. Die Bugs und Abstürze der Version 4.0 wurden nun beseitigt, dadurch kann die aktuelle Version 4.1 kann mittlerweile problemlos auch auf Produktivsystemen installiert werden. ![]() Einige KDE Programme:
Xfce xfce.org Das Xfce-Desktop Environment legt besonders viel Wert darauf, sehr schonend mit den Ressourcen des Computers umzugehen. Xfce empfiehlt sich daher besonders für Systeme mit 512MB Ram oder weniger. Ebenfalls empfiehlt sich Xfce für Benutzer, die das letzte aus ihrem Computer kitzeln wollen. Dank Konformität zu den Standards von freedesktop.org lassen sich ohne Probleme GNOME- und KDE-Anwendungen unter Xfce ausführen. ![]()
Live-Systeme Knoppix knoppix.org Knoppix ist das bekannteste aller Live Systeme. Es ist komplett lauffähig von der DVD, ältere versionen auch noch von CD, ohne etwas zu installieren und bietet eine große Zusammenstellung von GNU/Linux Software. Durch die automatische Hardwareerkennung werden viele Komponenten erkannt. Obwohl Knoppix für den Betrieb von der Live-DVD gedacht ist, besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Festplatten-Installation. Daneben ist eine deutliche Beschleunigung des Live-Systems (ohne Installation), durch Kopieren auf die Festplatte möglich. Auf der Live-DVD sind neben KDE als Standard-Arbeitsumgebung auch GNOME und Xfce vorhanden. ![]() Kanotix kanotix.com Kanotix ist eine auf moderne Hardware und für Festplatten-Installationen ausgelegte Linux-Distribution mit einer integrierten Live-CD unter Verwendung der Knoppix-Technologie. Als grafische Oberfläche wird standardmäßig KDE eingesetzt. ![]() Damn Small Linux (DSL) damnsmalllinux.org Damn Small Linux ist eine nur 50MB große Linux Distribution und passt deshalb auch auf kleinere Speichermedien wie USB-Sticks. Trotz seiner geringen Größe bietet es eine gute Auswahl von nützlichen Tools. Damn Small Linux tritt mit dem Anspruch an, auch auf alten Rechnern mit veralteter Hardware (zum Beispiel mit 486er-Architektur, 16 MB RAM und kleinen Festplatten unter 540 MB) zu laufen. Die Distribution lässt sich sowohl als Live-CD verwenden als auch auf der Festplatte installieren. Sie kann sogar in einem MS-Windows-Fenster gestartet werden (DSL-embedded). Aufgrund ihres geringen Speicherbedarfs bietet diese Distribution die Möglichkeit, komplett aus dem RAM (ab 128 MB) zu arbeiten. ![]() Dreamlinux dreamlinux.com Dreamlinux ist ein Multimedia-Linux, das mit MKDistro ein Werkzeug zur Erstellung anspruchsvoller Linux-Distributionen zur Verfügung stellt. Das heruntergeladene Dreamlinux lässt sich als Live-CD brennen. Der von den Entwicklern bisher verwendete Xfce-Desktop erinnert, durch die Integration von Dock und Startleiste, an Mac OS X. Durch den ab Dreamlinux 2.3 aktivierten Beryl Fenstermanager kann der Desktop dreidimensional gedreht werden. ![]() Distributionen Debian debian.org Debian ist eine Distribution die viele andere als Basis benutzen wie beispielsweise Knoppix und Ubuntu. Debian ist die am häufigsten auf Servern istallierte Linux-Distribution. Die aktuelle Version 5.0 Lenny erschien am 14. Februar dieseb Jahres, mit "nur" fünf Monaten Verspätung, was für Debian Verhältnisse sehr gut ist. Von Debian existieren parallel 3 Versionen: stable testing unstable ![]() Fedora fedoraproject.org Fedora ist aus dem ehemaligen Red Hat Linux entstanden. Das aktuelle Release ist Fedora 10 (Cambridge). Fedora 11 ist für den 26. Mai diesen Jahres angekündigt. Aktuell ist eine Alpha Version im Internet frei verfügbar. ![]() Ubuntu ubuntu.com Ubuntu basiert auf Debian und ist eine der beliebtesten Linuxdistributionen. Ubuntu wird mit Gnome ausgeliefert, doch für Leute die sich damit nicht zufrieden geben wollen gibt es noch Kubuntu (KDE) und Xubuntu (Xfce). Daneben gibt es noch Edubuntu (speziell auf Schulen ausgelegt) Mythbuntu (spezielles Media Ubuntu für HTPC's) und UbuntuStudio (speziell für Musikproduzenten mit Live Kernel). Anzumerken ist das man sich auf der Ubuntu Homepage kostenfrei Installations DVD's zuschicken lassen kann. Ubuntu gibt es als Server und Desktop Edition in 32 und 64Bit. Hier kann man sich die CD zuschicken lassen. Offizielles deutsches Ubuntu Portal ![]() openSUSE opensuse.org openSUSE ist in vieler Hinsicht eine besondere Distribution, in erster Linie wegen des eigens entwickelten Installations- und Konfigurationswerkzeuges YaST, welches eine zentrale Schnittstelle für das gesamte System ist. Ebenso findet sich dort SaX2 (SUSE advanced X11 configuration), das die Einrichtung der Grafikkarte, Maus und Tastatur vornimmt. openSUSE war traditionell immer mit dem KDE Desktop ausgestattet, doch ab der aktuellen Version 11.1 hat der User die wahl ob er KDE 4.1, KDE 3.5, Gnome 3.25 oder Xfce sowie weitere kleinere Desktops und Fenstermanager installiert. ![]() Mandriva mandriva.com Mandriva ist mit mehreren tausend Paketen eine der umfangreichsten Distributionen. Die bekannteren sind: OpenOffice.org, Gimp und Mozilla Firefox. Mandriva Linux 2007.0 war bei seiner Veröffentlichung das erste Linux mit 3D Desktop Unterstützung mittels Beryl. Aktuell ist die Version 2009. Mandriva ist in mehreren Versionen erhältlich:
![]() Gentoo gentoo.org Gentoo ist sowohl eine Linux Distribution wie auch eine FreeBSD Distribution. Deshalb ist es wichtig von Gentoo Linux zu sprechen um Verwechslungen vorzubeugen. Gentoo Linux ist eine quellenbasierte Linux-Meta-Distribution für fortgeschrittene Benutzer, die ihr System komplett individuell einrichten wollen. Quellenbasiert bedeutet, dass in der Regel alle Pakete vor ihrer Verwendung übersetzt werden müssen. Es besitzt eine sehr gute Dokumentation. ![]() Slackware slackware.com Slackware gilt gemein hin als eine der Distributionen für fortgeschrittene User. Es heißt, dass Slackware unter den Linux-Distributionen eine der UNIX-ähnlichsten sei. Auf Slackware basierten ehemals mehrere andere bekannte Distributionen, wie SuSE Linux oder Red Hat Linux (die aber inzwischen von Grund auf neu erstellt wurden). Aktuell ist die Version 12.2 ![]() Red Hat Enterprise Linux (RHEL) redhat.de RHEL ist eine der populärsten Linux-Distributionen überhaupt und gilt als Marktführer. RHEL ist die auf Webhost-Servern am weitesten verbreitete Linux-Distribution. Einige Besonderheiten von RHEL: RHEL wird mit einem grafischen Installer mit dem Namen Anaconda installiert, der auch für Einsteiger leicht bedienbar ist. Bei der Softwareverwaltung setzt RHEL auf den Paketmanager RPM und die Software-Verwaltung yum. Es gibt für alle RHEL-Varianten eine garantierte Lebensdauer von sieben Jahren. In dieser Zeit ist die Verfügbarkeit von Updates und Patches für das System garantiert. Aktuell ist die Version 5.3. ![]() CentOS (RHEL) cent.org CentOS (Community ENTerprise Operating System) baut auf RHEL auf und ist dazu binärkompatibel. RHEL wird von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut, gepflegt und weiterentwickelt. Aktuell ist die Version 5.3. ![]() Geändert von MZec93 (19.04.2009 um 14:14 Uhr) |
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Administrator in Rente
Bughunter Registriert seit: 09.2006
Ort: Salzburg (Österreich)
Beiträge: 3.563
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Eine kleine Ergänzung von mir (für alle die es interessiert): wer gerne RHEL einsetzen will aber keinen Support braucht kann zu CentOS (Community ENTerprise Operating System) greifen. CentOS ist binärkompatibel zu RHEL, benutzt also die gleichen Pakete
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Früher im Sandkasten war das alles viel einfacher:
Da gabs was mit der Schüppe auf die Fresse ... und gut wars - aber Heute? Werd auch du ein Guru |
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#3 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2007
Ort: Ösiland
Beiträge: 575
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So hier gibts mal ein kleines Update. Versionen wurden aktualisiert und CentOS hinzugefügt.
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#4 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2006
Ort: Ahrensfelde bei Berlin
Beiträge: 1.307
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Ok, hab mir jetzt mal Ubuntu, openSUSE, LinuxMINT und Mandriva Free herunter geladen. Für einen Vollnoob wie mich, welche Distribution ist am besten geeignet?
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#5 |
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EffizienzGuru
Kellerkind Registriert seit: 10.2006
Ort: Schiffdorf
Beiträge: 1.234
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Nach meinen Erfahrungen bietet Ubuntu einen schönen Spagat zwischen Möglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit
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Holzscheite sind wie Menschen, außer sie sind gestapelt. Dann sind sie wie Stapelholzscheite.
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#6 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2007
Ort: Ösiland
Beiträge: 575
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Ich würde dir auch Ubuntu oder OpenSuse empfehlen. OpenSuse ist halt das Rundum-Sorglospaket. Von der Dokumentation her gefällt mir Ubuntu wieder besser. Deshalb würde ich für den Einsteiger Ubuntu mit gelegentlichem Besuch im UbuntuWiki empfehlen.
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#7 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2006
Ort: Ahrensfelde bei Berlin
Beiträge: 1.307
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Ok, werde das mal probieren. Der Unterschied zwischen Ubuntu und Kubuntu ist ja letztlich nur die Oberfläche. Ist Gnome "einfacher" als KDE?
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#8 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2007
Ort: Ösiland
Beiträge: 575
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Es ist Windows ähnlicher. Aber nur von der Anordnung der Leisten etc.
Ich persönlich ziehe Gnome vor. Hängt letztendlich aber vom eigenen Geschmack ab. Ich würde dir empfehlen das ganze einfach mal auszuprobieren und dann zu entscheiden was auf der Festplatte landet -> Stichwort Live CD. |
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#9 |
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EffizienzGuru
Registriert seit: 10.2006
Ort: Ahrensfelde bei Berlin
Beiträge: 1.307
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Jap, so werde ich das machen. Ubuntu ist schon fertig, Kubuntu brutzelt gerade...
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#10 | ||
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Greenhorn
Registriert seit: 12.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 2
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Zitat:
Kantonix ?? ![]() Ein chinesisches Kanotix-Derivat ?? Ubuntu hat auch gute Live-CD's. |
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#11 |
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Administrator
Mädchen für Alles Registriert seit: 08.2008
Ort: Halle (Saale)
Beiträge: 2.910
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Für alle, die keine Lust auf vorgefertigte Standard-Distributionen haben: Novell/SuSe bietet mit "suse studio" die Möglichkeit, sich selbst eine Distribution auf Basis von Suse Linux nach eigenen Vorstellungen zu erstellen.
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#12 |
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Administrator
Mädchen für Alles Registriert seit: 08.2008
Ort: Halle (Saale)
Beiträge: 2.910
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Noch ein Tipp in eigener Sache:
Archlinux und Slitaz eignen sich sehr gut für ältere Rechner. Archlinux in Verbindung mit LXDE zeichnet sich durch eine sehr gute Geschwindigkeit aus, da hier zudem noch die grafische Oberfläche minimal gehalten wurde. Slitaz hat sich zum Ziel gesetzt, dass ein CD-Image unter 35 MB Größe besitzt. Dadurch läuft es auch auf alten PCs fast ausschließlich im RAM (je nach Software natürlich).
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