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[User-Review] G.Skill Sniper 1600 CL9 im Cartago´s Review

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Alt 27.05.2011, 21:58   #1
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Standard [User-Review] G.Skill Sniper 1600 CL9 im Cartago´s Review





G.Skill Sniper 1600 CL9 im Cartago´s Review





Einführung:




Jahrelang drehte sich bei vielen RAM Reviews alles um möglichst hohe Taktraten, scharfe Timings oder Rekorde, die im realen Leben eigentlich eine geringe Rolle spielen.
In meinen Reviews bevorzuge ich immer einen stabilen Betrieb, statt dem maximalen Takt oder den schärfsten Timings.
Natürlich habe auch ich versucht die RAMs soweit wie möglich zu übertakten, um eben die Reserven, die in diesen RAMs vorhanden sind,
auszuschöpfen und sie an die Grenzen der Stabilität zu bringen.
Diesmal richtet sich jedoch die Priorität des Reviews zentral auf die Stabilität.


Vor einigen Jahren wurde auf der Cebit das Wort GreenIT in den Umlauf gebracht, dass sich auch recht schnell in vielen Bereichen der IT etablieren konnte.
Unter anderem wurden neue Energiesparmechanismen bei den Prozessoren eingeführt und auch bei den Grafikkarten hat sich einiges getan.
Auch Hersteller von Netzteilen führten recht schnell ihre neuen 80+ Netzteile ein. Ob Bronze, Silber, Gold oder sogar inzwischen Platin-Zertifikation,
kein Netzteil Hersteller kann es sich mehr leisten eine neue Serie ohne eines dieser Features einzuführen.

Auch auf dem Gebiet des RAM-Speichers hat sich einiges in diese Richtung getan.
Wir erinnern uns doch alle gerne an die sehr guten RAM-Riegel der Eco-Serie des Herstellers G.Skill, die aber meistens zu üblen OC-Versuchen „missbraucht“ worden sind.
Kaum eine Review-Seite folgte der ursprünglichen Idee von Sparsamkeit und Stabilität.

Nun mit diesen Review breche ich mit dieser „ungeschriebenen“ Regel.



Auch Intels neueste Prozessoren Generation "Sandy Bridge" wird leider immer noch mit einem maximalen Speichertakt von 1333MHz durch die intern verbaute IMC angesprochen.
Leider sieht es auch bei AMD nicht besser aus. Erst in der kommenden Bulldozer-Generation wird sich das ändern. Dessen IMC wird erstmals einen offiziellen DDR3-1866 Support erhalten.





Hersteller G.Skill:




Nun paar Worte zu der Marke G.Skill.

Auszug aus der Selbstbeschreibung von der G.Skill-Homepage:

Zitat:

"G. SKILL", 1989 von Enthusiasten gegründet, ist ein führender Hersteller von Speichermodulen in Taipei, Taiwan.
Mit traditionellen Stärken, haben wir einen exzellenten Ruf durch die Erfüllung der Marktnachfrage und der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen sowohl lokal als auch international mit unseren Widmungen gebaut, um wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten, On-time-Lieferung, gesicherte Qualität, kundenorientierte Dienstleistungen und Vielfalt der Produkte.

Zitat ende.



Technische Daten:


Schon lange nicht mehr bestimmt der hohe FSB sowie die Timings der Speicher die gesamte Leistung eines Systems.

Mit der „Intel Nehalem Microarchitektur“ implementierte Intel erstmals den Speichercontroller in die CPU und ersetzte den bis dahin vorhandenen FSB,
durch eine Punkt-zu-Punkt Verbindung namens QuickPath Interconnect (QPI).
Durch diese direkte Verbindung kann der Prozessor mit deutlich geringerer Latenz auf den Speicher zugreifen.
Diese beiden Maßnahmen schaffen den bis dato vorhandenen Flaschenhals, der durch den FSB bedingt war, der Core-Prozessoren ab.
Dem zufolge kann der Speicher nicht asynchron von der CPU getaktet werden, sondern muss mit Hilfe des Speicherteilers im BIOS ausgewählt werden.
Da die Timings bei dieser Architektur nicht mehr so ausschlaggebend sind wie der hohe Takt, spielt die CPU eine deutlich wichtigere Rolle.
Nicht jede CPU ist in der Lage mit einem RAM-Takt oberhalb von 2000MHz zu arbeiten.

In unserem Falle, auf einer Testplattform mit Lynfield Prozessor (Intel Core i7-860), nehmen die Timings eine eher untergeordnete Rolle ein,
da ein über einen höheren Takt ein viel größerer Leistungszuwachs erzielt wird.

Natürlich muss auch das Mainboard dafür ausgelegt sein, um die Speicher mit genug und vor allem stabilen Spannungen zu versorgen.



Nun kommen wir zu den technischen Spezifikationen des RAM-Kits:







Diese Speicherkits werden in unterschiedlicher Kombination angeboten. Die folgende Tabelle beinhaltet die verschiedenen erhältlichen sowie zukünftig erscheinenden Ram-Kits:





Da für viele User die einzelnen Timings noch immer nicht klar sind,
habe ich die wichtigsten Werte in eine kleine
Tabelle aufgenommen sowie deren Bedeutung erklärt.





Optischer Eindruck und Bilder.



Sicherlich ist das Aussehen dieser Speicherkits eines der auffälligsten Merkmalen dieser Serie
und knöpft direkt an die vor kurzen vorgestellten Gigabyte Boards der G1 Serie Guerrilla, Assassin oder auch Sniper an,

Eine Erklärung dafür, dass die Hersteller sich in diesem Bereich mit neuen Formen und Farben zu übertreffen versuchen,
ist eindeutig über die Sättigung des Marktes mit einer Flut an neuen Speicherkits, die die Einführung von Intels Sandy-Bridge Plattform nach sich gezogen hat, zu erklären.

Das Kit selbst wird in einer einfachen Blister-Verpackung mit einem großen, recht auffälligen, gelben Aufkleber, auf dem deutlich die niedrige Spannung von 1,25 Volt vermerkt ist.

An der Rückseite der Verpackung sind dann noch die Spezifikationen der Riegel zu sehen.
Ansonsten ist die Verpackung eher unspektakulär gehalten, was man nicht von den Riegeln selbst sagen kann.

Die sind in der Tat sehr auffällig in ihrer Form und sollen an ein Gewehr erinnern.
Da bekanntlich die Geschmäcker unterschiedlich sind, werde ich nicht weiter drauf eingehen.
So kann jeder für sich entscheiden, ob es ihm gefällt oder nicht.

Mir persönlich gefallen solche wunderbaren Designerspiele sehr gut und treffen meinen verspielten Geschmack vollkommen.
Funktionelle und zumeist langweilig gebaute Heatspreader gibt es schon zur Genüge.
Der Heatspreader hat die Form eines Maschinengewehrs mit Kimme und Korn. Auch der Aufkleber selbst ist in Form einer blutverschmierten Machete extrem auffällig gestaltet.

Aber jeder soll sein Urteil selbst fällen:

















Testsystem und Tests.


Bevor ich mit meinem Test anfange, möchte ich euch erstmals das Testsystem vorstellen.

System:

-RAM: G.Skill Sniper (F3-12800CL9D-8GBSR2) DDR3-1600 CL 9-9-9-24 2T bei 1,25V
-CPU: Intel Core i7 860
-Board: Asus Maximus III Formula
-Grafik: PowerColor HD6950
-Netzteil: be-quiet! P9 850W
-Case: CoolerMaster HAF-X
-Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64bit SP1



Beginnen wir die Tests mit einem Blick in das Programm CPU-Z und
überprüfen, ob das Kit fehlerfrei erkannt worden ist
und
das SPD (Serial Presence Detect) korrekt programmiert worden ist.







Wie wir sehen hat G.Skill drei Fallback-Profile und ein XMP-Profil programmiert.

Das Asus Bord erkannte die Riegel problemlos und stellte die Standard Einstellungen bis auf die Spannung korrekt ein.

Nach Aktivierung des XMP Profils im BIOS wurde dann auch die Spannung richtig eingestellt.
Einzig die hohe IMC Spannung von 1,35V stört das Bild. Diese wurde manuell im BIOS umgestellt.









Nun, wie hat sich eigentlich der Test gestaltet?

Die Antwort darauf ist eigentlich sehr einfach:
Ich habe dieses Speicherkit, zu ersten Mal in meinen Reviews, über ein Zeitraum von 7 Tagen an einem Rechner getestet
der 24/7 in Betrieb war (hihihi, meine Stadtwerke wird es freuen).

In diesen Zeitraum habe ich mehrere Tests durchgeführt und diese immer wieder wiederholt.
Aus den Werten die ich dabei erreicht habe wurde ein Durchschnittswert ermittelt, der nun in folgender Grafik dargestellt wird:














In den Zeiträumen in denen ich nicht an diesem PC arbeitete sind abwechselnd Belastungsprogramme, Leerlauf sowie Spiele-Benchmarks im Loop gelaufen.
Zu den Belastungsprogrammen zählten z.b. Codierung und Endcodierung von BlueRay Dateien, Prime95, LinX, MemTest86 und was was ich seit langen nicht gemacht habe: Spielen!!
Das Ziel bestand darin den RAM an die absoluten Belastungsgrenzen im 24/7 Betrieb zu bringen.

Mit Freude kann ich euch mitteilen, dass es in diesen Zeitraum nicht zu einem einzigen Absturz gekommen ist.




Fazit:




Was G.Skill hier auf die Beine gestellt hat ist schon beachtlich.
Jedoch sind nicht die Werte der einzelnen Tests, sondern die absolute Stabilität des Speicherkits beeindruckend.

Natürlich kann man sich über das Design streiten, aber im Angesicht der Zuverlässigkeit die die Speicher an den Tag legen
sowie auf Grund des moderaten Preises, dem tollen Support vom G.Skill, muss ich hier meinen Hut ziehen.

Leider stand mir zum Testzeitpunkt keine AMD-Plattform zur Verfügung, um zu prüfen wie gut das Kit drauf laufen würde.
Ich bin mir aber sicher, dass G.Skill schon darauf achten wird das Reviews mit solch einer Plattform ebenfalls an die Öffentlichkeit gelangen.

Abschließend möchte ich noch mal betonen, dass dieses Review nicht auf OC Ergebnisse aus war, sondern viel mehr auf Stabilität und Zuverlässigkeit.
Dieses Ziel hat das Speicherkit mit Bravour bestanden.

Für diese Zuverlässigkeit und für das, zumindest in meinen Augen, granatenstarkes Design
erhält das G.Skill Sniper 1600 CL9 Kit den begehrten „Cartago´s Review“ Award in Gold.








Danksagung:
Ich möchte mich besonders bei G.Skill, und insbesondere bei Mia Shih, bedanken für Bereitstellung der Testmuster, die Unterstützung und mir entgegen gebrachtes vertrauen, und den Firmen Aquatuning, Asus, Intel, PowerColor, be-quiet!, und Masterkleer für die Freundliche Unterstützung.
__________________
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Alt 09.06.2011, 22:20   #2
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Habe paar zusätzliche Ergebnisse

hier erstmal Undervolting mit 1,2V weniger gibt das Board nicht her:



gleichzeitig habe ich die Temperatur auf den Bilder Vermerkt, Temp. Fühler war der 50KOhm vom Koolance direkt in HS nahe den mittleren Chip

Temp. 1,25V



und 1,5V

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Cartago2202 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 11:40   #3
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und nun zu Ergänzung OC Ergebnis:

2000MHz@10-11-10-27 1T bei 1,65V



ich denke das es ein gute Wert ist für diesen speicher. Im Netz gibt es weitere, auch bessere Ergebnisse aber nach wie vor halte ich OC mit diesen Speicher Kit als dem Einsatzzweck verfremd.
__________________
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