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[UserReview] Logitech Racing-Wheel G25

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Alt 04.03.2008, 19:17   #1
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Logitech G25 Racing Wheel




Übersicht
1. Einleitung
2. Lieferumfang und Erscheinungsbild
3. Installation
4. Parxistest
6. Fazit





1. Einleitung

Dies ist ein kleines Review über das Logitech Racing-Wheel G25, welches zweifelsfrei seit Oktober 2006 immer noch keine würdige Konkurrenz hat. Die Name Logitech steht für sehr hohe Qualität in Sachen Tastaturen und Mäusen (z.B. G15 Gamertastatur, MX518 Gamermaus). Diese Tatsache bewegte mich dazu das G25 Racing-Wheel mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Preis, von rund 300 Euro, schreckte viele Rennspielliebhaber ab. Da es allerdings mittlerweile deutlich unter 200 Euro zu bekommen ist, könnte es für den einen oder anderen Gamer sicherlich interessant geworden sein.






2. Lieferumfang und Erscheinungsbild

Das G25 Racing-Wheel ist aus Edelstahl gefertigt und mit echtem Leder überzogen, dies wurde per Hand vernäht. Auch die beiden Schaltwippen bestehen aus Edelstahl und sind dadurch sehr robust. Das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und hat einen Durchmesser von 28cm. Das Force-Feedback-System besteht aus zwei Motoren und ist praktisch unhörbar.
Das Lenkrad lässt sich mittels zwei integrierten Schraubzwingen am Tisch befestigen. Es ist aber auch möglich mittels der eingearbeiteten Gewinde auf der Unterseite des Lenkrads, es direkt mit Schrauben zu fixieren, was natürlich zusätzlichen Halt gegen Verrutschen bietet.
An der Unterseite des Lenkrads befinden sich die Anschlüsse für Netzteil, Gangschaltung sowie Pedale. Diese Kabel werden über kleine Kabelführungen vor Knicken bewahrt.

Die Pedale aus Aluminium sind auf einer sehr robusten Kunststoffkonsole verbaut.
Die Übertragung funktioniert über integrierte Potentiometer. Besonders hervorzuheben ist der unterschiedliche Kraftaufwand, der von Nöten ist um das jeweilige Pedal zu betätigen.
Man muss z.B. mehr Druck auf die Bremse ausüben als auf die Kupplung und das Gaspedal, was somit sehr nahe an die Realität heran kommt. Wichtig zu erwähnen ist auch der großzügige Abstand zwischen den einzelnen Pedalen, was auch wichtig ist für Personen wie mich. Es sind praktisch Schuhe mit Größe 47 kein Problem.
Zur stabilen Befestigung der Pedale sind an der Unterseite Antirutschpads eingearbeitet, sowie ein ausfahrbarer Kamm, welcher sich auf Teppichen regelrecht reinkrallt (ohne diesen jedoch zu beschädigen). Wie auch das Lenkrad, lässt sich das Pedalset mittels eingearbeiteter Gewinde fest auf einer Platte verschrauben.

Die Gangschaltung ist ebenfalls aus massiven Kunststoff gefertigt. Der Schaltknauf sowie die Schaltmanschette sind mit Leder überzogen. Durch den angebrachten Drehschalter kann zwischen der Sechsgang H-Schaltung(+Rückwärtsgang), sowie der Wippschaltung gewechselt werden. Beide Schaltarten arbeiten sehr präzise und die Gänge lassen sich leicht finden. Beim benutzen der H-Schaltung befindet sich der Rückwärtsgang „unten-hinten-rechts“ wie man es aus vielen „PKWs“ gewohnt ist. Zur Befestigung der Gangschaltung sind zwei integrierte Schraubzwingen vorhanden sowie zwei Gewindebohrnungen.


Besondere Merkmale des G25 Racing-Wheels zusammengefasst:
  • zwei Force-Feedbackmotoren
  • kompatibel zu PC, PS2 und PS3
  • Sechgang H-Schaltung
  • 900 Grad- Lenkbereich
  • die Pedale sind aus Metall
  • zwei Schaltwippen am Lenkrad
  • 12 programmierbare Tasten und ein Steuerkreuz

Hier ein paar Detailbilder (anklicken um zu vergrößern):







3. Installation

Installation auf dem PC:

Mindestanforderung:
  • PC mit Pentium kompatiblen Prozessor
  • 256MB Ram
  • 20MB freier Festplattenspeicher
  • CD-Rom Laufwerl
  • USB-Anschluss
  • Windows XP32/64 oder Windows Vista32/64
  • Spiele die Force Feedback von Logitech unterstützen

Die Installation selbst ist ein Kinderspiel. Wie in der Anleitung beschrieben sollte man erst die Treibersoftware installieren und nach fertig gestellter Installation das G25 Racing-Wheel anschließen. Die Installation der Software dauert nur kurze Zeit und ist mit einem Klick auf den Installbutton, selbstinstallierend. Nun kann auch schon das Lenkrad mittels USB angeschlossen werden und es öffnet sich ein Konfigurationsmenü, welches zur Kalibrierung dient.
Zudem ist es möglich verschiedene Force-Feedback Tests durchzuführen um erste Eindrücke zu bekommen. Man kann allerdings nur erahnen wie stark das Force-Feedback in Spielen sein kann.





Installation auf der PS3:

Das G25 Racing Wheel wird einfach "Hot Plug" an einen USB-Port der PS3 angeschlossen. Es wird sofort erkannt und kann verwendet werden. Eine Treiberinstallation ist dabei nicht notwendig. Mittels der Tasten und dem Steuerkreuz an der Schaltkulisse, ist es einfach in Menüs zu steuern.






4. Praxistest

Praxistest am PC mit den beiden Spielen Colin McRae Dirt und GTR2:
Dirt:
Das Lenkgefühl bei Dirt ist sehr präzise und direkt, was auch durch eine sehr gute Umsetztung der Force-Feedbackfunktion realistisch erscheint. Unterschiedliche Bodenbeläge sowie Dreher und Unfälle bekommt man ohne Gnade auf das Lenkrad übertragen. Bei Dirt funktionieren die Schaltwippen am Lenkrad sowie die Wippschaltung der Schaltkulisse sehr exakt. Ein kurzes antippen genügt und der nächste Gang wird in das Getriebe gejagt.
Das Gas- sowie das Bremspedal lassen sich sehr exakt dosieren und vermitteln dadurch echtes Rallyfeeling.


GTR2:
Auch hier lässt das Lenkverhalten keine Wünsche offen. Zudem unterstützt GTR2 auch die Sechsgang H-Schaltung und Kupplung. Da hieß es für mich nur wie in der Fahrtschule: Ersten Gang einlegen und sanft die Kupplung kommen lassen, Diese Fahrzeuge verzeihen keine Kickdowns ohne einen Dreher zu provozieren. Hier machte es richtig Spaß die Schaltung zu nutzen, dank der kurzen Schaltwege sind sehr schnelle Schaltvorgänge möglich. Durch das Force-Feedback bekommt man auch hier jede Feindberührung richtig zu spüren, was meist bei mir mit einem Abflug quittiert wurde, der nochmals stark am Lenkrad rüttelte Wie schon erwähnt ist es bei diesem sehr realistisch gehaltenen Spiel in Sachen Fahrverhalten wichtig das Gas- Brems- und Kupplungszusammenspiel vorsichtig zu dosieren. Dieses Spiel bietet sich geradezu an um das Lenkrad auf Herz und Nieren zu testen.


Praxistest an der PS3 mit den beiden Spielen Formel1 2006 sowie GT HD Concept:

Formel1 2006:
Dieses Spiel konnte mich jetzt erst durch die Verwendung des G25 Racing Wheels überzeugen. Erst jetzt kommt richtiges Rennfeeling auf. Man steht an der Startlinie und wartet schon gespannt auf das Ausgehen der roten Lichter. Beim Start das Gaspedal voll durchgedrückt jagt man einen Gang nach dem anderen mittels der Lenkradwippen hoch. Nun verstehe ich auch warum die Formel1 die Königsklasse genannt wird. Durch dieses Lenkrad fühlt man sich als säße man in einem Boliden. Das Force-Feedback gab mir knallhart zu verstehen, was es heißt gegen eine Mauer zu knallen bei 300km/h. Auch ein Abflug ins Kiesbett wird durch starkes Vibrieren übermittelt. Nach dem dritten Abflug lernte ich langsam wie exakt man das Gas und die Bremskraft dosieren muss. Auch wenn dieses Spiel vielleicht nicht zu den besten der PS3 gehört, macht es mit diesem Racing-Wheel richtig Spaß.

GT-HD Concept:
Dieses Spiel ist eine Art Techdemo, Es sollte ursprünglich eine GT4 Version für die PS3 werden welche auf HD getrimmt werde. Allerdings blieb es bei dieser Demo, da das Programmiererteam abgezogen wurde um GT5 in der Entwicklung voran zu treiben. Man kann dieses Spiel kostenlos vom PS3 Store unter Vollversionen downloaden.
Das Lenkrad ist wie geschaffen für dieses Spiel. Geschaltet habe ich mit der Wippe der Gangschaltung. Das Lenkverhalten, sowie Gas und Bremse reagieren perfekt mit diesem Racing-Wheel. Das Force-Feedback übermittelt zudem ein extrem realistisches Fahrgefühl. Als Anmerkung ist zu erwähnen, dass der kommende PS3 Vorabtitel GT5 Prologue sowie die später folgende Version GT5 (Vollversion) zudem noch die H-Schaltung unterstützen werden.







5. Fazit

Wer ein möglichst realistisches Fahrverhalten an Rennspielen haben will, kommt wohl kaum an diesem edlen Lenksystem vorbei. Es entwickelte sich bei mir echte Rennatmosphäre was durch das sehr gut integrierte Force-Feedback nochmals gesteigert wurde. Zudem spricht die Verarbeitungsqualität dank hochwertiger Materialien wie Edelstahl und echtem Leder für sich, was den Verkaufspreis (ab 180€) meiner Meinung nach mehr als gerechtfertigt. Eigentlich lässt sich das Rennfeeling nur noch durch einen passenden Rennsitz (Play-Seat) erhöhen, wodurch man eine perfekte Sitzposition einnehmen kann. Als einziges Manko konnte ich nur das etwas kurze USB-Kabel bemängeln, welches nur zwei Meter lang ist und man somit verlängern muss, um vor größeren Anzeigegeräten wie TVs und Beamern angenehm spielen zu können. Ich konnte allerdings problemlos ein Verlängerungskabel mit drei Meter dazwischenklemmen, was sicherlich für die meisten User reichen sollte.



Don Vito ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2008, 19:34   #2
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Mich würde interessieren ob du einen passenden Vergleich hast?
KaiZen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2008, 19:46   #3
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Ich hatte vor 2 Wochen ein Logitech MOMO Racing Force Feedback leihweise.
Es hat ein kleineres Lenkrad und nur 2 Pedale.
Das Force-Feedback kam dabei allerdings nicht so gut rüber als bei dem G25 und durch das kleinere Lenkrad lag es mir auch nicht so gut in der Hand.
Ich hatte das G25 schonmal im Dezember 06 oder so, habe es allerdings damals wieder verkauft, da ich keum Rennspiele gespielt habe.

es ist schwer andere Lenkräder mit diesem zu vergleichen, Auch bei den Pedalen finde ich das Logitech MOMO Racing Force Feedback einfach etwas zu leichtgängig. Es erscheint auch nicht so stabil.

Das Momo ist nicht schlecht, bin kein Fanboy oder so, nur ist dieses eben in einer anderen Liga und somit schwer zu vergleichen.
Don Vito ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2008, 10:54   #4
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Das ist wohl richtig. Qualitativ ist es mit sicherheit das non Plus ultra, allerdings habe ich sehr lange GTR2 mit einem 50,- Logitech Lenkrad gespielt und muss aus meiner Sicht sagen dass ich absolut nichts auszusetzen habe. Mir fehlt halt das 3. Pedal und der Schalthebel aber wenn man auf den verzichten kann sehe ich keinen Grund mehr auszugeben. Gut, es ist alles aus Plastik und sieht nicht so schön aus aber Kaputt gegangen ist mir nie was....

Versteh mich nicht falsch, ich hätte das G25 auch gern. Ich Fragte nur nach dem Vergleich, weil ich wissen wollte ob es eher ein nice2have oder ein musthave ist. Kommen einsteiger auch mit einem günstigeren Lenkrad gut weg oder können sie dann auch gleich mit Maus spielen, überzogen ausgedrückt.

Aus meiner Sicht kommt man wie gesagt auch mit einem günstigen gut zurecht aber ich hab leider auch wieder keinen Vergleich.
KaiZen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2008, 13:30   #5
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Ich sagte ja es ist wohl eher was für Enthusiasten...
Wer viel, oft und lange spielt, wird den Kauf sicherlich nicht bereuen, da Leder einfach griffiger ist als Kunststoff oder sonstiges...

Ich hatte es ja schonmal und holte es mir wieder, da mich das Wheel einfach mal wieder gejuckt hat.
Damals gab es nur GTR welches ich spielte und deshalb verkaufte ich es auch, es waren zu wenige Spiele auf dem Markt die mich reizten.
Nun da Dirt raus ist, GT5 Prologue vor der Tür steht und ich besonders günstig Burnaout Paradise erstehen konnte, habe ich es wieder geholt.
Klar würde ein einfacheres günstigeres auch reichen, aber mir gefällt es einfach wegen des Edelstahls und den Metalpedalen.

Wie gesagt ich bin jetzt nicht ein Fanboy von dem Teil, es gibt super Wheels von Saitek sowie von Logitech.
Allerdings wußte ich, daß das G25 auch 1a an der PS3 läuft und dies war dann mein eigentlicher Entscheid.
Don Vito ist offline   Mit Zitat antworten
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