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Elektronikfrage

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Alt 09.08.2008, 21:34   #1
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Standard Elektronikfrage

Hallo,

ich suche jemanden, der mir verrät, wie ich eine invertierte HD-LED realisieren kann.

Ich nehme mir z.B. 12V vom Netzteil und eine LED mit passendem Vorwiderstand. Die soll leuchten. Der Strom der HD-LED soll diesen Stromkreis nun unterbrechen. So habe ich quasi eine invertierte HD-LED bzw. eine kombinierte Power- und HD-LED.

Ich habe nur keinen Plan, wie ich das machen soll. Geht das mit einem Transistor?

Danke schonmal für Eure Hilfe

LG Jay
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Alt 09.08.2008, 22:23   #2
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Das könnte mit einem Transistor gehen. War aber leider nie meine Stärke in Elektronik Ich hab mal eine Skizze angehängt.

Zur Erklärung: normalerweise (Transistor steuert nicht durch) bekommt die LED ihre Versorgungsspannung. Am Ausgang vom Transitor liegen in dem Fall 0V an, LED leuchtet. Kommt jetzt eine Festplattenaktivität, steuert der Transistor durch. Ist dies der Fall, fliesst der Strom nicht mehr über die LED samt Vorwiderstand, da der Weg über den durchgesteuerten Transistor einen wesentlich geringeren Widerstand aufweist. --> LED leuchtet nicht.
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Geändert von wolfram (10.08.2008 um 10:59 Uhr)
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Alt 09.08.2008, 23:53   #3
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Hmm, so einfach kann's sein... klingt sehr schlüssig, Deine Idee. Werd mal zu Conrad gehen und einen Transistor kaufen

Hast Du ne Idee, wie groß ich den unteren Widerstand wählen sollte? Oder ist das egal?

Es wird, wie schon erwähnt, die 12V-Leitung benutzt werden.
Jay2k1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2008, 09:26   #4
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Der untere Widerstand ist eigentlich nur dafür da, das im durchgesteuerten Zustand des Transistors kein Kurzschluss entsteht. Er sollte kleiner dimensioniert als der Vorwiderstand der LED, da sonst über ihn zuviel Spannung abfällt wenn der Transistor sperrt und die LED leuchten soll.

Der Vorwiderstand müsste bei 12V ca 390Ohm betragen. Für den unteren sollte ein 47Ohm Widerstand oder so was in der Richtung reichen. Wenn möglich eventuell einen 1W Widerstand nehmen, 1/4W könnte zu wenig sein.


EDIT: ich hab die schaltung nochmal überarbeitet, da der letzte Widerstand für die Strombegrenzung laut arctic_storm 3W hätte aushalten müssen^^

Den neuen Plan habe ich mal angehangen. Der Vorwiderstand der LED begrenzt jetzt auch direkt den Strom in der Schaltung.
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Dateityp: jpg led.jpg (8,4 KB, 17x aufgerufen)
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Geändert von wolfram (10.08.2008 um 11:24 Uhr)
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Alt 10.08.2008, 14:09   #5
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Hmm, meinst Du, die LED hat genug Eigenwiderstand, dass sie aus bleibt, wenn der Transistor durchschaltet? Ich könnte sie messen, aber ich hab kein Multimeter....
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Alt 10.08.2008, 14:14   #6
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Bei 3,3V und 25mA (von denen Wolfram ausgegangen ist) sind das 132 Ohm, sollte also reichen.
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Alt 10.08.2008, 14:14   #7
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Eine LED hat keinen Widerstand im eigentlichen Sinne. Sieh dir mal den Strom/Spannungsverlauf einer LED an
Stichwort: Diodenkennlinie

wolfram deine Zeichnung und Berechnung des Vorwiderstandes in allen Ehren, allerdings glaube ich nicht, dass die LED fast 25mA aushalten wird. (€: Ok, das müsste dann eine sehr helle LED sein - solche sind mir in Gehäusen bisher noch nciht untergekommen) Aja, der Transistor wird dabei wahrscheinlich auch Hops gehen - je nachdem wie er angesteuert wird. Wenn die LED normalerweise direkt über die Leitungen versorgt wird, wird der Basisstrom "etwas" zu hoch werden
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Früher im Sandkasten war das alles viel einfacher:
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Geändert von buyman (10.08.2008 um 14:15 Uhr) Grund: €:
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Alt 10.08.2008, 14:24   #8
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Zitat:
Zitat von buyman Beitrag anzeigen
Eine LED hat keinen Widerstand im eigentlichen Sinne. Sieh dir mal den Strom/Spannungsverlauf einer LED an
Stichwort: Diodenkennlinie

wolfram deine Zeichnung und Berechnung des Vorwiderstandes in allen Ehren, allerdings glaube ich nicht, dass die LED fast 25mA aushalten wird. (€: Ok, das müsste dann eine sehr helle LED sein - solche sind mir in Gehäusen bisher noch nciht untergekommen) Aja, der Transistor wird dabei wahrscheinlich auch Hops gehen - je nachdem wie er angesteuert wird. Wenn die LED normalerweise direkt über die Leitungen versorgt wird, wird der Basisstrom "etwas" zu hoch werden
Also, hier mal die Daten der LED:

LED-Daten: blau / 1500 mcd / 3,6 V / 0,02 A
(ok, nicht ganz 25mA, aber immerhin...)

Es wird für den 12V-Betrieb ein 430 Ohm-Widerstand mitgeliefert.

Hiervon rede ich

€: Hätte ehrlich nicht gedacht dass so etwas so kompliziert sein könnte ^^

Hab aber auch keine Lust mir den 17 Euro-Schalter zu zerschießen. Dann lieber nen 15-Cent-Transistor von Conrad...

Geändert von Jay2k1 (10.08.2008 um 14:27 Uhr)
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Alt 10.08.2008, 14:26   #9
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Ok, das hätte sie wahrscheinlich überlebt

Nimm also den 430 Ohm Widerstand anstelle des 390 und alles ist gut
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Alt 10.08.2008, 14:27   #10
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Ich dachte mir schon das keine normale LED, sondern eine etwas hellere verwendet wird. Elektronik ist doch ein wenig bei mir her.

Ein (PullDown-)Widerstand bei der Basisansteuerung sollte deren Strom begrenzen, hast recht da könnte noch einer rein. Aber du stehst da mehr in der Materie, eventuell kannst du auch was entwerfen
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Alt 10.08.2008, 14:29   #11
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Ein einfacher Vorwiderstand der den Basisstrom begrenzt reicht. Dimensionierung müsste man vom jeweiligen Transistor abhängig machen. Alternativ könnte man auch einen FET ohne Vorwiderstand nehmen - einen passenden müsste ich aber erst suchen.
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Alt 10.08.2008, 14:30   #12
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Kann mir denn einer von Euch noch sagen, was für einen Transistor ich da nehmen sollte? Das wär sehr nett

€: Wenn die Schaltung dann fertig ist und funktioniert, könnte man sie ja als HowTo hier irgendwo einpflegen Gibt bestimmt noch mehrere andere Leute, die das interessiert...

Geändert von Jay2k1 (10.08.2008 um 14:32 Uhr)
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Alt 10.08.2008, 15:24   #13
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BC547 wär wohl der Standard-0815 npn Transistor für sowas

€: Weiß jemand, welche Spannung das Mainboard für die LED liefert? Mir gefällt die Lösung nicht 100%ig.
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Geändert von buyman (10.08.2008 um 15:34 Uhr) Grund: €
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Alt 10.08.2008, 15:47   #14
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sollten um die 3,3V sein, da selbst ultra-helle LEDs gut leuchten
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Alt 10.08.2008, 16:01   #15
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Das würde bedeuten, dass eine nicht ultra-helle LED dann stirbt. Oder haben die dann den passenden Vorwiderstand für 3V3?
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Alt 10.08.2008, 16:08   #16
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Hier wird gesagt:
Zitat:
Es ist nicht ganz richtig, hier von einer angelegten Spannung zu reden. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Konstantstromquelle, die in den meisten Fällen 20mA liefert. Daher kann ein Vorwiderstand entfallen. Es gilt nur zu beachten, dass keine LowCurrent-LED verwendet wird, denn diese benötigt nur 2mA, würde also zerstört werden.
Angeblich soll es Boards geben, die auch wirklich nur 2mA liefern, sowas ist mir allerdings noch nie untergekommen.
Ist wohl echt schwieriger als ich dachte...
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Alt 16.08.2008, 22:58   #17
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Warum wirft keiner das Stichwort "Relais" in den Raum?

Edit: Allerdings klackert es dann wohl recht häufig.
BigKahuna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2008, 23:21   #18
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Besonders bei kurzen Zugriffen wird es dauernd klacken und ich weiß nicht, ob jedes mal die LED sofort ausgehen würde, eine gewisse Verzögerung hat ein Relais ja schon.
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Holzscheite sind wie Menschen, außer sie sind gestapelt. Dann sind sie wie Stapelholzscheite.
arctic_storm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2008, 11:09   #19
EG-Staff
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Die Verzögerung bei einem Relais ist zu vernachlässigen, vor allem bei diesem Einsatzzweck wo es nicht um µs geht. Klackern ist ein Grund wenn es auch recht leise Relais gibt. Ein Relais braucht aber immer einen Mindeststrom sowie eine Mindestspannung um anzuziehen.

Von einer Abnutzung abseits des normalen Verschleiß wäre bei diesem Einsatz nicht zu rechnen. Die Lebensdauer also hoch.

Nur wird der Strom sowie die Spannung nicht ausreichen... testen kann man es. Wenn ja bitte nicht die Freilaufdiode vergessen.
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