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Fractal Design Node 304 mITX Gehäuse in Cartago´s Review

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Alt 10.02.2013, 12:41   #1
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Standard Fractal Design Node 304 mITX Gehäuse in Cartago´s Review

Fractal Design Node 304 mITX Gehäuse in Cartago´s Review






Hallo und herzlich willkommen


Heute im Test ist das mITX Gehäuse Node 304 des Schwedischen unternehmen Fractal Design.
Fractal Design, wie der Name schon vermuten lassen würde, hat sich bei seinen Gehäusen immer stets daran gehalten, sie eher unauffällig und Elegant zu gestalten.
Zeitloses Design und die inneren Werte sollen die Käufer überzeugen, und nicht ein schrilles und auffälliges Design.
Ob das Gehäuse mich auch überzeugen konnte, werdet ihr in diesem Testbericht lesen können.




Technische Daten, Belüftung und Lieferumfang


Schauen wir uns als Erstes die technischen Daten des Node 304:








Belüftungsmöglichkeiten:








Der Lieferumfang des Fractal Design Node 304 umfasst folgende Teile:

Einbauanleitung (mehrsprachig)
Diverse Schrauben und Mainboardabstandhalter getrennt in einzelnen Beuteln verpackt
Kabelbinder







Das Node 304 wird im schlichten braunen Karton geliefert, der mit den wichtigsten Informationen über das Gehäuse versehen worden ist.
Alle Features sind aufgelistet so das man von vorne rein sehen kann, mit welcher Art von Gehäuse man hier zu tun hat.
Das Gehäuse selbst ist in einer Folie verpackt und wird durch Styropor geschützt.








Da das Gehäuse sehr klein ist, gestaltet sich die Auspackung sehr leicht und zum Vorschein kommt ein kleines sehr schickes Gehäuse mit edlem Design.
Die Front ist aus sehr fein und sauber verarbeitetem Aluminium und bis auf das Hersteller Logo „Clean“.
Ich persönlich finde das äußerst schick, ich wäre noch weiter gegangen und hätte das Hersteller Logo auf die Oberseite verbannt.
Auf der rechten Seite der Front befinden sich zwei USB- 3 Anschlüsse, Mic und Kopfhörerausgang und der Einschaltknopf.
Nimmt man die Front ab, was durch einfaches Ziehen am unteren Rand möglich ist, kommen zwei ab Werk vormontierte 92 mm Lüfter zum Vorschein. Sie gehören zur Silent-R2 Serie des Herstellers und haben folgende technische Daten:





Diese Lüfter werden durch ein Staubfilter geschützt der sich leicht abnehmen lässt, dafür müssen lediglich die zwei äußeren Klemmen nach innen gedrückt werden und der Staubfilter nach vorne gezogen werden.
Danach kann man ihn einfach unter Wasser sauber machen.
Diese Lüfter werden Primär durch Lufteinlässe am oberen Teil der Front versorgt.







Als Erstes fällt auf das Fractal Design komplett auf Laufwerksschächte verzichtet.
Das mag man zweierlei sehen, erstens gut, da die makellose Front richtig zur Geltung kommt und ein Externes USB Laufwerk nicht wirklich teuer ist, zweitens aber bei manchen Sachen ist ein Laufwerk von Vorteil.


Schauen wir uns die Seiten des Gehäuses an, rechts sehen wir natürlich das Frontpanel und weiter hinten ein kleines Meshgitter. Dieses Meshgitter dient dem Netzteil als Entlüftung, damit das Netzteil nicht unnötig den Innenraum des Gehäuses aufheizt.
Linke Seite verziert ein großes längliches Meshgitter mit integriertem Staubfilter, es ist aus gutem Grund auf dieser Seite so groß ausgefallen, weil später dahinter sich die Grafikkarte befinden wird und die muss schließlich mit Frischluft versorgt werden. Leider ist dieser Staubfilter nicht abnehmbar und daher nur recht schwer zum Reinigen.









Die Rückansicht wird durch einen großen 140 mm Lüfter dominiert. Es sieht schon ein wenig lustig aus, wenn man die Rückseite betrachtet, das kleine Gehäuse und der, fast mittig platzierte, große Lüfter.
Nun so ohne Weiteres ist er natürlich nicht da, durch seine Größe trägt er dazu bei den Innenraum wirkungsvoll zu entlüften und beugt so eventuellen Hitzestaus vor.
Auch dieser Lüfter stammt aus der Silent-R2 Serie und hat folgende technische Daten:







Wie man in der Rückansicht sehen kann, wird das Mainboard im Node 304 liegend montiert. Links vom I/O-Shield des Mainboards hat Fractal Design die Kaltgerätebuchse, samt innen verlegter Verlängerung für das Netzteil, montiert. Als ein Highlight des Gehäuses kann man die am oberen rechten Rand angebrachte Lüftersteuerung sehen. Sie steuert die ab Werk montierten drei Lüfter oder jede beliebige Kombination, die sich ein Nutzer ausdenken kann. Die Steuerung erfolgt dann in drei festen Stufen 5, 7 und 12 Volt.
Unterhalb der Steuerung sehen wir noch zwei Slots für Erweiterungskarten, diese können sowohl klassisch mit schrauben befestigt werden oder man nutzt die von Fractal Design vorinstallierte Schnellbefestigung mittels einer Thumbscrew.







Die Unterseite verziert eine Kunststoffumrandung mit vier massiven Gummifüßen, was den sicheren und rutschfreien stand garantiert. Auch sehen wir, dass die Netzteilbelüftung auch mit einem Staubfilter versehen ist, der kann ebenso einfach wie der vordere entfernt und gewaschen werden.







Kommen wir nun zum Inneren des Gehäuses.


Nach dem Lösen der vier Rändelschrauben können wir, mithilfe einer Griffmulde an der Rückseite, die Verkleidung des Gehäuses abnehmen.
Nun sehen wir endlich das Innere, dieses ist recht schlicht und einfach gehalten, was natürlich kein negativer Punkt ist.
Sofort fällt auf das die Festplatten hängend zwischen der Front und einer mittig angebrachter Querstrebe montiert werden.
Die drei modularen Festplattenkäfige fassen jeweils zwei Festplatten, es passen sowohl 3,5“ wie auch 2,5“ Datenträger, und können bei Bedarf einzeln ausgebaut werden. Sie sind wie auch die Lüfterblätter weis und bilden einen schönen Kontrast zu dem ansonsten schwarzen Innenraum.
Die 3,5“ Festplatten werden durch Gummiringe von den Festpalttenkäfigen entkoppelt montiert, solche Entkopplung fehlt aber für die 2,5“ Datenträger. Zwar nutzt man in dieser Größe zumeist SSD Laufwerke die keine beweglichen Teile haben und somit eine Entkopplung nicht benötigen aber bei 2,5“ HDDs sieht das schon anders aus.
Die Festplatten hängen im direkten Lüftstrom der vorderen Lüfter somit muss, beim Einbau der Hardware, nicht mehr auf die Datenträgertemperatur besondere Rücksicht genommen werden.
Der Luftstrom selbst ist einfach und sehr effektiv aufgebaut, vorne rein durch die HDDs dann noch eventuell durch einen großen Turmkühler und hinten raus.
Alle internen Kabel sind schwarz ummantelt und die Lüfterkabel schwarz gesleevt, auch befinden sich am Boden, und ein paar Streben, einige Kabelbefestigungen um das verlegen und verstecken der Kabel zu erleichtern.
Da das Node 304 nur zwei USB-3 Buchsen an der Seite zu Verfügung stellt, bietet der Hersteller einen Adapter an, der neben dem internen USB 3 Stecker auch ein USB 2 Stecker zu Verfügung stellt, hier muss nur auf die maximale Stromstärke geachtet werden.
Das Netzteil wird im vorderen Bereich unterhalb der Festplattenkäfige montiert, es bezieht seine Frischluft von unten und gibt die Wärme durch die seitlichen Meshgitter ab.

Die Verarbeitung des Gehäuses ist wie schon fast bei Fractal Design üblich auf allerhöchstem Niveau, keine scharfen Kanten oder ähnliche Patzer leisten sich die Schweden. Einzig die sehr festgezogenen Schrauben und die nicht nachgeschnittenen Gewinde trüben den ansonsten hervorragenden Eindruck.








Einbau der Hardware:

Genutzte Komponenten:







Achtung, der CPU Kühler wurde passiv betrieben!

Der Einbau der Komponenten gestaltet sich relativ einfach, nur in meinem Fall, bei der Nutzung des großen Turmkühlers, war es notwendig die Festpattenkäfige und die mittlere Strebe vorläufig zu entfernen.
Das Netzteil wird in seiner Halterung mit drei Schrauben befestigt und ist von unten entkoppelt, leider fehlt die Entkopplung zum Befestigungsrahmen.
Die Mainboardabstandhalter müssen per Hand eingeschraubt werden, entsprechendes Werkzeug liefert Fractal Design nicht mit, das gestaltet sich bei meinem Testmuster recht schwierig da die Gewinde überlackiert und nicht wieder nachgeschnitten worden sind.
Ansonsten verlief der Einbau sehr einfach und unkompliziert, Mainboard mit vormontiertem CPU Kühler dann Board verkabeln dann das Netzteil, hier muss beachtet werden das der Hersteller darauf hinweist das Netzteile ab einer Tiefe von mehr als 160 mm zu Problemen bei der Montage von Erweiterungskarten führen können, darauf folgt die Grafikkarte und die HDDs, fertig.








Kommen wir zum Temperaturtest:


Hinweis in eigener Sache. Das ist mein erster ITX-Test daher habe ich keine Vergleichswerte der Temperaturen, der Komponenten in anderen Gehäusen, aber es wird natürlich nicht der Letzte sein, und sobald weitere Reviews erscheinen, werde ich die Werte in diesen Tabellen ergänzen.



Getestet wird ausschließlich mit den verbauten Lüftern, mit drei, von der internen Steuerung bereitgestellten, Spannungen, und zwar 5, 7 und 12 Volt.
Als Testprogramme laufen Prime95 und FurMark jeweils 3x 30 min. Durchschnittswerte der Läufe kommen dann in die Tabelle rein.


Hier die Ergebnisse:










Wie man den Tabellen entnehmen kann, profitiert vor allem der Prozessor von der gesteigerten Drehzahl der Lüfter, auf die Grafikkarte hat das den kleinsten Einfluss. Das war aber auch von vorne rein so absehbar da die Grafikkarte ihren eigenen Zugang, durch die seitlichen Meshgitter, zur Frischluft hat.
Ansonsten sind alle Temperaturen unbedenklich.



Lautstärke:

Hier muss ich wie immer darauf hinweisen dass dass Lautstärke empfinden bei jedem User anders ist und dieser Test nur mein rein Subjektives empfinden darstellt.
Nun, die Lüfter des Fractal Design Node 304 sind in den ersten beiden Stufen, 5 V und 7 V, angenehm leise, zwar hört man bei 7 V so langsam das Luftrauschen heraus aber es ist nicht störend und ab einer Entfernung von 1 Meter nicht mehr hörbar. Bei 12 V empfinde ich die Lüfter als recht laut, man hört zwar keine Nebengeräusche wie klackern oder schleifen aber das Luftrauschen ist deutlich wahrnehmbar. Eine Paradedisziplin ist aber die Lautstärke bei 5 V, auch aus einer Entfernung von 0,5 Metern hört man da nichts auch kein klackern oder schleifen.




Fazit:

Fractal Design hat mit dem Node 304 ein Hervorragendes mITX Gehäuse auf den Markt gebracht, anfangs bei einem Preis von ca. 90€ ist man skeptisch aber man muss bedenken das hier, drei gute Lüfter verbaut worden sind und eine Lüftersteuerung.
Auch wenn der eine oder andere User das ITX-Konzept immer noch mit schwachen und langsamen PCs in Verbindung bringt, so bietet der Markt inzwischen Mainboards der Oberklasse im ITX-Format, hier greift Fractal Design ein und liefert ein Gehäuse, in dem man auch sehr leistungsstarke Grafikkarten und große Kühler verbauen kann. Und auch für NAS oder Home Entertainment eignet sich das Gehäuse hervorragend, mit bis zu sechs HDDs hat der User genug Speicherplatz für Daten oder Lieblingsserien. Das edle Design und schlichte makellos elegante Front entschädigt für den fehlenden externen Laufwerksschacht allemal.
Fassen wir das Ganze jetzt in Pro und Contra:

Pro
- Drei gute Lüfter
- Lüftersteuerung
- Design und Verarbeitung
- Aluminium Front
- Genug platz für lange Grafikkarten.
- CPU Kühler bis zu 165 mm höhe verbaubar.
- Viel platz für Datenträger.

Neutral
- Fehlender Schacht für optische Laufwerke
- Lüfter bei 12 Volt etwas zu Laut
- Gewinde für Mainboardabstandhalter überlackiert

Contra
- Nichts gefunden





Das Fractal Design Node 304 hat sich redlich den Cartago´s Review Award in Gold verdient.




Das Testgehäuse wurde von Fractal Design zu Verfügung gestellt, dafür vielen Dank
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