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Xilence Mini-ITX Gehäuse Torino in Cartago´s Review

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Alt 26.03.2013, 23:11   #1
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Standard Xilence Mini-ITX Gehäuse Torino in Cartago´s Review

Xilence Torino mini ITX Gehäuse in Cartago´s Review




Hallo und herzlich willkommen


Heute im Test ist das kleinste Gehäuse der SQ-Serie vom deutsch-chinesischen Hersteller Xilence, es ist das mini ITX Gehäuse Torino.




Über Xilence.

Xilence Technology Co. Ltd. ist ein deutsch-chinesischer Hersteller
von Komponenten zur Kühlung und Geräuschminimierung von PC’s.
Zum Produktprogramm gehören Gehäuse, Netzteile, Gehäuselüfter,
Notebookkühler, CPU-, HDD-, GPU-, RAM- und Northbridge- Kühler,
sowie Notebook-Zubehör.


Xilence ist auf dem Gehäuse Markt nicht neu setzt aber mit der SQ und XQ Serie zum ersten Mal Fuß in den High End Bereich, ob der Einstand gelungen ist, werde ich versuchen in diesem Test herauszufinden.

Als Erstes, wie immer, die technischen Daten.






Features:

Aluminiumlook
120 mm LED-Lüfter
2 x Hot-Swap SSD Einschube
USB 3.0 und HD Audio in der Front
Grafikkarten Support bis 27 cm.
Dual PCI-Slot


Kommen wir nun zum Gehäuse selbst.

Verpackung und Lieferumfang.


Xilence liefert das Torino aus in einer schön gestalteten Verpackung auf der außer dem abgebildeten Gehäuse auch Links zu sozial Networks, wie Facebook zu sehen sind.
Natürlich fehlen die Beschreibungen der Features nicht. Wie stabil das Gehäuse verpackt ist, zeugt der umstand, dass mein Exemplar einen offensichtlichen Transportschaden der Verpackung erlitten hat,
jedoch nach Auspacken im Beisein des DHL Fahrers stellten wir fest, dass das Gehäuse selbst keinerlei Beschädigungen aufgewiesen hat.


Der Lieferumfang ist bei diesem Gehäuse zwar knapp aber es fehlt eigentlich nichts und beinhaltet folgende Sachen:

Montageschrauben
Kabelbinder
Zwei Schlüssel für die Frontklappe
Bedienungsanleitung









Äußeres Erscheinungsbild.

Außen zeigt uns das Torino Gehäuse mehr als es tatsächlich ist, die sehr elegante gebürstete Aluminium „Außenhaut“ ist nur eine Kunststoffbeschichtung an dem sonst sehr stabilen Stahlblech.
Dieser kleine „Schwindel“ ersetzt zwar nicht echtes Aluminium sieht aber erstaunlich gut aus und bietet gar noch einen weiteren Vorteil gegenüber echtem Aluminium, es lässt sich einfacher reinigen und ist gegenüber Fingerabdrücken unempfindlich. Ansonsten hält sich Xilence mit Design Experimenten zurück und bietet ein Gehäuse, das sich gut in Wohnzimmerlandschaften integrieren lässt.
Die Frontansicht dominiert eine große abschließbare Klappe in der ein rot beleuchteter 120 mm. Lüfter sitzt. Der Lüfter wird an der Innenseite der Klappe lediglich eingeklipst und wird von vier „Nasen“ gehalten, das hält erstaunlich gut und versursacht auch keine störende Vibrationen. Auf den Lüfter selbst wird auch noch ein Schutzgitter draufgesteckt und dazwischen sitzt ein Staubfilter.
Öffnet man die Klappe kommen zwei Hot-Swap 2,5“ HDD/SSD Einschübe zum Vorschein die eine Kassettenform haben, für die Montage der HDD/SSD benötigt man kein Werkzeug, da die Datenträger einfach in die Kassetten eingelegt und ins Gehäuse eingeschoben werden.
Weiterhin ist ein einzelner Einschub für ein optisches Laufwerk zu sehen, zwei USB 3.0 Anschlüsse, Audio Buchsen und ein Powertaster. Auf ein Resettaster verzichtet Xilence komplett.
Beide Seitenteile werden mit Rändelschrauben festgemacht und sind gleichgemacht sie besitzen jeweils ein längliches Meschgitter, das leider ohne ein Filter auskommen muss.
Der Deckel bietet keinerlei Extras dafür hat der Boden im vorderen Bereich ein zusätzliches Meschgitter das den vorderen Lüfter bei der Kühlung der Hardware unterstützt.
Das Torino Gehäuse steht auf vier Moosgummi Standfüßen mit einem schicken Aluminiumlook und ist gut vom Untergrund abgekoppelt.
„Ein schöner Rücken kann entzücken“ das ist leider bei Torino nicht der Fall, hier offenbart sich das mausgraue Gerüst des Gehäuses. Im oberen linken Bereich befindet sich der Aufnahmerahmen für ein SFX-Netzteil, bei der Montage muss der Rahmen abgeschraubt werden und das Netzteil außerhalb des Gehäuses mit dem Rahmen verschraubt werden. Erst dann wandert das Ganze ins Gehäuse rein, ich finde es praktisch, da im Gehäuse selbst wenig Platz zum Hantieren vorhanden ist.
Der Rahmen selbst verfügt über sechs Haltepunkte für das Netzteil, da je nach dem welches Netzteil genutzt wird unterschiedliche Halter benötigt werden.
Mittig drunter ist ein 80 mm. Lüfter zu sehen und links daneben eine Kabeldurchführung, die wird aber nicht für eine eventuelle Wasserkühlung gebraucht, sondern werden durch sie die USB-Loop-Kabel für die Frontanschlüsse durchgeschleift. Das hat den Vorteil, dass man die Frontanschlüsse auch an die USB 2.0 Buchsen des Mainboards anschließen kann, natürlich mindert sich dadurch die Bandbreite der Übertragung.
Zu guter Letzt hat das Gehäuse auf der rechten Seite zwei Slotblenden für Erweiterungskarten, die mittels einer Schiebemechanik festgemacht werden können.









Innenraum.

Entfernt man die, mit Rändelschrauben festgemachten, Seitenteile sieht man gut den Gesamtaufbau des inneren. Wie schon oben erwähnt ist das Gehäuse im inneren nicht lackiert, festhaltend an der Aussage von Xilence, dass das Torino in den High End Bereich gehört ist, dieser Anblick ein GAU.
Von der Seite betrachtet sind, von oben nach unten, zu sehen ein 5,25“ Laufwerksschacht, die Zwei Hot Swap fähigen 2,5“ Einschübe und ein um 90° gedrehter 3,5“ Laufwerksträger. Dieser Träger wird mittels einer Rändelschraube festgehalten und lässt sich zum einfacheren Einbau eines Datenträgers ausbauen. Insgesamt lassen sich dort zwei 3,5“ Festplatten anschrauben, eine im Trägerrahmen selbst und eine darunter. Leider ist dieser Träger vom Rest des Gehäuses nicht entkoppelt, was bei manchen Festplatten zu Vibrationen führen kann. Bei der Nutzung längerer Grafikkarten sollte man aber unbedingt darauf achten, dass die SATA-Kabel für die 3,5“ Laufwerke abgewinkelt sind, sonst kann es dazu kommen das der SATA-Stecker mit der Karte kollidiert.
Ein Blick durch die Netzteilöffnung zeigt uns den Aufbau der Hot Swap Platine für die beiden 2,5“ Laufwerke. Die Stromzufuhr übernimmt ein üblicher 4-pin-Molex Stecker und für die Datenübertragung sind zwei normale SATA-Buchsen vorhanden.
Wie schon erwähnt wird das Netzteil nach der Montage im Trägerrahmen von hinten in das Gehäuse eingeschoben und mit mitgelieferten Rändelschrauben festgemacht.
Die Mainboard Abstandhalter wurden von Xilence schon vormontiert daher geht der Einbau des Mainboards zügig voran, nur sollte man drauf achten, dass man zum Festmachen des Mainboards einen kurzen Schraubendreher nutzt, um mit ihm im Gehäuse arbeiten zu können und nicht die Schrauben aus der Schräge festziehen zu müssen.
Zwar bietet Xilence, für den CPU-Kühler, relativ viel Platz nach oben hin, 105 mm, dennoch sollte man bei der Wahl des Kühlers darauf achten, dass er nicht zu breit ist, da im hinteren Bereich der Hecklüfter Platz wegnimmt und vorne der Käfig und die Kabel der Hot Swap Laufwerke im Wege sind.
Leider sind im Gehäuse selbst auch keinerlei Halteösen für die Kabel vorhanden was das saubere Verlegen dessen erschwert, die Kabel selbst sind lang genug dimensioniert von daher gibt es keinerlei Probleme damit.








Temperaturen und Lautstärke

Kommen wir als Erstes zu den verbauten Komponenten:









Da ich in diesem System, im Gegensatz zu vorherigen Gehäuse Tests, ein anderes Netzteil nutzen muss und auf eine zusätzliche Grafikkarte verzichtet habe sowie ein anderen CPU Kühler nutze, sind die Temperaturen nicht wirklich vergleichbar, dennoch führe ich sie in den Tabellen mit auf. Als CPU Kühler kommt der Thermalright AXP-100 zum Einsatz.


Als Testprogramm läuft Prime95 3x 30 min. jeweils mit 12V, 7V und 5V. Durchschnittswerte der Läufe kommen dann in die Tabelle rein. Mangels interne Lüftersteuerung werden die Lüfter beim Test durch ein Aquaero5 XT angesteuert.


Und hier die Ergebnisse









Wie man den Tabellen entnehmen kann, sind die Temperaturen der CPU und die des Mainboards gar nicht mal so schlecht. Zwar ist die Wärmeabfuhr durch die kleinen Lüfter deutlich schwächer als bei Gehäusen, die ab Werk 120/140 mm Lüfter nutzen, dennoch können sich die Temperaturen sehen lassen.



Lautstärkeempfinden.


Die werkseitig verbauten Lüfter machen ausgesprochen gute Arbeit, bedingt durch seine Größe machte mir der Hecklüfter die meisten sorgen, das war aber in der Praxis nicht der Fall. Zwar sind die Lüfter bei 12v gut hörbar aber von den Temperaturen war es kaum notwendig, sie mit 12v laufenzulassen. Bereits bei 7v sank die Geräuschkulisse auf kaum hörbares Niveau. Bei 5v hörte man dann nichts mehr und das System wurde noch ausreichend gekühlt.



Fazit.

Das Xilence Torino Gehäuse hinterlässt ein zweispaltiges Ergebnis, einerseits ist es äußerst kompakt in seinen Außenmaßen und bietet dennoch genug Platz für alles, was ein gutes HTPC ausmacht. Andererseits sollte es laut Xilence in der High End Liga mit mischen, dieses Ziel verfehlt das Gehäuse meiner Meinung nach deutlich. Zum Ersten ist, dass der mausgraue Innenraum was schon in sich selbst ein Ausschluss aus dem Bereich des High End auf sich bringt und zum Zweiten es fehlen jegliche Extras, die man eben im High End Bereich erwarten kann und muss. Zum Beispiel wären da zu nennen solch wichtige Sachen wie Halteösen für Kabelbefestigung oder auch eine Lüftersteuerung, welche die verbauten Lüfter unabhängig vom Mainboard steuert.
Dann kommen aber wiederum ein paar positive Sachen dazu wie die Lüfter selbst, zwar sind sie bei 12 v gut hörbar aber bereits ab 7 v und erst bei 5 v sind sie kaum noch wahrnehmbar. Auch das außen Design und die Verarbeitung können sich sehen lassen und die Kunststoffoberfläche sieht gut aus und ist äußerst pflegeleicht. Dann wäre noch der Preis, der zurzeit um die 60 € beträgt. Das ist für das Gebotene doch ein wenig zu viel verlangt. Nichtsdestotrotz ist das Xilence Torino ein kleines und praktisches Gehäuse mit erstaunlich viel platz für Erweiterungen.
Das Xilence Torino hat sich heute den Cartago´s Review Award in Silber redlich verdient.






Hiermit bedanke ich mich recht herzlich bei Xilence für die Bereitstellung des Testmusters.
__________________

Geändert von Cartago2202 (27.03.2013 um 09:25 Uhr)
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