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Kaufberatung: echtes Desktop-System mit (viel?) weniger als 29W idle?

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Alt 29.12.2012, 20:43   #1
Greenhorn
 
Registriert seit: 12.2012
Beiträge: 2
Standard Kaufberatung: echtes Desktop-System mit (viel?) weniger als 29W idle?

Hallo und guten Abend, liebe Gurus.


Es ist bei mir an der Zeit für ein neues System und ich brauche eure Erfahrung und/oder euren Rat.
Da meine Internet-Recherche nicht so richtig erfolgreich war, weil scheinbar meine Prioritäten außerhalb derer liegen, die der typische User zu haben scheint, dachte ich mir, dass dieses Forum genau der richtige Ort ist.


Die Mission:
Ein Desktop-System mit Desktop-Leistung zu bauen, dass bei maximaler Energieeinsparung keine Kompromisse erfordert.
Das Vorbild liefert Tom’s Hardware, leider ist die Technik etwas angegraut und das System ist nicht im Einklang mit meinen Spezifikationen: http://www.tomshardware.com/reviews/...e-pc,2551.html


Meine primäre Anwendungsgebiete sind:
- Betreiben von mehreren virtuellen Maschinen gleichzeitig
- “Number-Crunching”, d.h. Berechnung von Zahlenkolonnen (FFTs in Matlab, Segmentierungen in Amira), Encoding von mp3s und Videodateien
- viel Fernverwaltung (VNC, RDP)
- allgemeine Office-Anwendungen (Word/Excel/PowerPoint/Outlook)
- ab und an Darstellung von Video-Streams
- 3D Anforderungen werden maximal durch Google Earth gestellt, Spielfähigkeiten reine Nebensache


Spezifikationen:
- MB: micro-ATX-Board mit min. 6 SATA-Ports, davon min. 2x SATA 6GB/s | RAID-0 und -10-fähig | DVI und HDMI Ports | UEFI mit voller Undervolting-Fähigkeit | USB 3.0 intern + extern | 1x PCIe 3.0 | GB-LAN
- CPU: min. 3800 Passmark-Punkte, min. VT-Befehlssatz, IGP
- RAM: min. 8GB
- Host-OS Windows 7 Ultimate
- 24/7 Betrieb bei 100% CPU-Auslastung (bei passiver Kühlung) möglich (s.u.)
- uneingeschränkte Prime und Memtest-Stabilität
- Beibehaltung des alten Gehäuses, des CPU-Kühlers, SSD/HDD/ODD
- geplante Lebensdauer: 4 Jahre


Ziel-Stromaufnahme im Idle-Betrieb (Windows nach Login, ohne aktive Programme):
- Bronzemedallie: <= 29W
- Silbermediallie: <= 25W
- Goldmedallie: <= 22W
- quasiorgasmisch: <= 19W
-= Unter 30W idle hat das Projekt keinen Sinn. =-


Ersetzt dieses System:
Case: Corsair Obsidian 650D
MB: Gigabyte GA-EG45M-DS2H
CPU: Intel Core2Quad 9550s (4x2,83GHz @ Vcore=1,09375V (BIOS) und MCH=1,10V)
CPU-Kühler: Thermaltake Contac 29 BP (CLP0588)
RAM: 4x2GB DDRII-800 Extremmemory @ 1,8V
SSD: Intel SSD320 160GB (SDSA2CW160G3)
HDD: WD Green 3,5“ SATA HDD 2TB (WD20EARX-00PASB0)
ODD: Samsung SH-222BB
Delock USB3.0 PCI-Karte
PSU: Sea Sonic X-Series Fanless X-400FL (80plus Gold)

(Das System ist - entgegen aller Unkenrufe - rein passiv gekühlt, 24h Prime- und Memtest-stabil. Leistungsaufnahme min. im Idle = 48W, typische Idle-Ausnahme = 51W, maximale Aufnahme = 110W [Mittelwert aus Messungen alle 30s über 5 Minuten Betrieb an der Steckdose])


Die gute Nachricht: ES GIBT KEIN BUDGET-LIMIT!
Okay – sagen wir es kostet, was es kostet: 250 Euro hin oder her spielen keine Geige. Alle Komponenten auf dem Markt zu kaufen und anschließend zu testen oder die NASA mit der Entwicklung zu beauftragen ist jetzt nicht gerade geplant.


Meine Vorschläge zur Diskussion:
- MB: ASRock H77 Pro4-M oder ASRock Z77 Pro4-M: mit ASRock habe ich (scheinbar im gegensatz zu einigen anderen) nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings konnte ich keine Information dazu finden, ob diese Boards auch das Undervolten der CPU erlauben.
- CPU: Intel Core i3-3225: mit 4344 Passmark-Punkten bewertet ist noch Luft nach unten, wenn ich bis zur Ziel-Lastaufnahme etwas mit der Frequenz nach unten muss. Weniger Leistung als mein derzeitiger Pozi (9550s, 4039 Punkte) sollte es nicht sein, aber ich bin innerhalb gewisser Grenzen verhandlungsbereit. Als Alternative käme auch der i3-3220T in Betracht - aber nachdem ich das Kosten-Nutzenverhältnis zwischen der regulären und der Stromsparversionen von Intel CPUs kennengelernt habe ist mein Standpunkt aufgweicht. Übrigens - ich habe wenige Erfahrung mit Xeons, wäre ein 22nm Xeon vielleicht eine Möglichkeit?
- RAM: ein Einzelmodul von 8GB als ULV-Variante (1,35V oder weniger), z.B. Mushkin Enhanced Blackline Frostbyte?
- PSU: Wie es hinreichend bekannt sein dürfte sind hier die größen Einsparungen zu erwarten. Ausgerechnet hier ist meine Erfahrung sehr mager - wozu könnt ihr bei einer nominellen Leistung roundabout 160W oder (Szenario 2) 200W mir raten: SFX oder doch picoPSU? Wenn letzteres, welches Tischnetzteil und wie bekomme ich es in das Gehäuse ohne dass es bescheiden ausschaut?


Ich freue mich auf eure Anmerkungen und Antworten! Danke im Vorraus!
jules16v ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2012, 15:20   #2
Administrator
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Beiträge: 2.955
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Willkommen im Forum!

Zunächst ein paar Fragen:
Wie häufig ist der Rechner auf Volllast?
Wie viele VMs laufen im durchschnitt parallel?
Fernwartung über das Internet oder im LAN?
Der C2Q ist vollkommen passiv oder eher semi-passiv mithilfe von Gehäuselüftern?

Wenn du die VMs parallel laufen lässt, sind vier echte Kerne besser als zwei mit HTT. Weiterhin gilt: je mehr parallele Threads desto besser. Deshalb würde ich eher auf einen i5 (55 Euro Aufpreis, mehr CPU-Features) mit vier echten Kernen und Turboboost oder einem FX-6300 (gleich teuer, deutlich mehr Passmarkpunkte)/FX83xx (50 Euro Aufpreis)/A10-5800K (10 Euro günstiger) raten. Dann sind die Idle-Werte allerdings nur beim FX-6300 und beim A10-5800K haltbar (laut diverser Tests etwa 1-3 W mehr im Idle als der i3).
Undervolting wirst Du bei allen Prozessoren betreiben müssen, um deutlich unter dein aktuelles System zu kommen.
Die 30 W im Idle überhaupt zu knacken ist schon schwierig. Ich selbst nutze einen AMD E-350 im Heimserver. Wenn alle unnötigen Onboardkomponenten abgeschaltet sind, das System die HDDs in Standby (nicht Leerlauf) geschickt und den Monitor abgeschaltet hat, komme ich gerade auf 24 W (insgesamt 4 HDDs, kein spezieller Low-Voltage-RAM).

Zumindest seitens des A10-5800K fällt mir direkt ein Mainboard ein, was eine gute Grundvoraussetzung beitet: Gigabyte GA-F2A75M-D3H (17 W Idle mit Low-Voltage-RAM).

Ansonsten bräuchte ich erst einmal die Antwort auf die oben gestellten Fragen.

Noch 2 Tipps:
- Passmarkpunkte sind nicht alles ;-)
- 4 Jahre "Zukunftsicherheit" bei gleichbleibender Leistung gegenüber dem aktuellen System sind irgendwie raus geschmissenes Geld. Bis sich die 20 W weniger im Idle amortisiert haben ist das System schon wieder ersetzt. Deswegen die Frage mit den Zeiten Idle/Volllast.
__________________
Desktop
smoothwater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2012, 17:56   #3
Greenhorn
 
Registriert seit: 12.2012
Beiträge: 2
Standard

Zitat:
Zitat von smoothwater Beitrag anzeigen
Willkommen im Forum!

Zunächst ein paar Fragen:
Wie häufig ist der Rechner auf Volllast?
Wie viele VMs laufen im durchschnitt parallel?
Fernwartung über das Internet oder im LAN?
Der C2Q ist vollkommen passiv oder eher semi-passiv mithilfe von Gehäuselüftern?
Danke für die Begrüßung und danke für die Antwort!

Hoffentlich kann ich übersichtlich Antworten.

Kumulativ über die gesamte Betriebsdauer dürfte die Auslastung zu 10% maximal, zu 20% im Teillastbereich und zu 70% im Idle sein.
Neben dem Host-System (Win 7 Ult. 64bit) laufen für gewöhnlich ein (schlanker) Server 2008 R2, ein XP Pro und ein Win 7 Home Premium 64 bit - letztere nicht andauernd.
Remote admin ist zum größten Teil über Internet.
Ja, das gesamte System läuft ohne aktive Belüftung. Das Obsidian 650D erlaubt eine sehr gute Konvektion (im Gegensatz zum Chieftech LCX, den ich vorher hatte). Eine Einschänkung mache ich an heißen Sommertagen (ambiente Temeratur > 30°C), an denen ich den 220mm Lüfter in der Front und einen 120mm PWM-Lüfter (pull, am CPU-Kühler) zuschalte, das sind aber vielleicht 7 Tage im Jahr. Das Weglassen der Lüfter spart 3W an der Steckdose. Ich ernte viel Unglauben dafür - andererseits bin ich vielleicht etwas temperaturresistenter.

Danke auch für den Input zu den CPUs. Ich bin mir im Klaren darüber, dass es beinahe religiöse Auseinandersetzungen in der Diskussion um AMD vs. Intel gibt. Ich bin mit Intel immer gut gefahren und wenn es die effizienteste Variante ist würde ich die Schiene weiterfahren. Und ja - Passmark ist nicht alles, aber ein einigermaßen belastbarer Startpunkt.

Zitat:
Zitat von smoothwater Beitrag anzeigen
Die 30 W im Idle überhaupt zu knacken ist schon schwierig. Ich selbst nutze einen AMD E-350 im Heimserver. Wenn alle unnötigen Onboardkomponenten abgeschaltet sind, das System die HDDs in Standby (nicht Leerlauf) geschickt und den Monitor abgeschaltet hat, komme ich gerade auf 24 W (insgesamt 4 HDDs, kein spezieller Low-Voltage-RAM).

Zumindest seitens des A10-5800K fällt mir direkt ein Mainboard ein, was eine gute Grundvoraussetzung beitet: Gigabyte GA-F2A75M-D3H (17 W Idle mit Low-Voltage-RAM).
Ich gestehe, dass ich jedes Mal auf's Neue platt bin, was in Tests und Forenbeiträgen für Zahlen erreicht werden (das gilt für Undervolting und Overclocking gleichermaßen)! Vielleicht liegt's an mir?
Den Test kannte ich übrigens noch nicht, danke.
Am meisten wundere ich mich darüber, dass in dem von Dir angeführten Test mit der Combo P8H67-M Evo und i5-2500K der Autor mit einem (theoretisch) weniger effizienten Netzteil (400W 80 Plus Std.) meine Idle-Aufnahme um mehr als die Hälfte unterbietet! Beinahe möchte man glauben, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht.

Übrigens, ich hatte vorher ein RAID-0 Array mit 4 500GB-Platten (7200rpm), da lag die Leistungsaufnahme bei 72W typisch bei eingschalteten Platten - was sie eigentlich immer waren.

Zitat:
Zitat von smoothwater Beitrag anzeigen
- 4 Jahre "Zukunftsicherheit" bei gleichbleibender Leistung gegenüber dem aktuellen System sind irgendwie raus geschmissenes Geld. Bis sich die 20 W weniger im Idle amortisiert haben ist das System schon wieder ersetzt. Deswegen die Frage mit den Zeiten Idle/Volllast.
Der Punkt ist vollkommen legitim, eine wirtschaftliche Triftigkeit gibt es da nicht. Ich betrachte diesen Build als das heutzutage übliche "Downsizing" und vielleicht als Machbarkeitsübung. Ein Hobby motiviert durch Ehrgeiz.
Es dürfte nicht frevelhaft sein, zu behaupten, dass mein derzeitiges System schlecht ist und ich würde es auch nicht als Strafe betrachten, es noch einige Jahre weiter zu betreiben. Die Mittel für einen neuen Build sind vorhanden, können aber sicherlich auch woanders eingesetzt werden.

Andererseits würde ich gerne meine absurd langsame eeeBox B202 und den damit verbundenen GB-Netzwerkhub loswerden (zusammen 19W typisch).
jules16v ist offline   Mit Zitat antworten
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