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WD, Acronis, Grub und der Voodoo-Priester

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Alt 22.02.2011, 21:55   #1
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Standard WD, Acronis, Grub und der Voodoo-Priester

Hallo Leute,

eigentlich ist es nun kein Problem mehr, aber vielleicht hat ja noch jemand eine Idee, woran es liegen könnte.

Die Vorgeschichte:

Vobis-PC von 2002 mit Pentium 4 2,2 GHz, MSI-6533E-Platine (SiS645-Chipsatz) und 2 GB DDR-RAM. Dazu werkelte eine GeForce FX 5600 mit 256 MB RAM. In den PCI-Slots steckten eine USB-Controllerkarte und eine Netzwerkkarte von NetEasy bzw. D-Link (BNC+10MBit). Zwei Festplatten mit je 200 GB, eine von Samsung, eine von Western Digital, sowie zwei DVD-Laufwerke von LG (ein Brenner, ein Leselaufwerk). Alle vier Geräte sind per IDE angeschlossen. Floppy-Laufwerk ist ebenfalls vorhanden.

Die Samsung-Platte (Master) enthält Win 2000 und Suse 11.3, sowie Suse 10.3. Mit Acronis True Image wurde die komplette HDD dann auf die Western Digital-Platte gespiegelt (Slave), wo letztlich nur Linux 10.3 nicht starten wollte (aber auch kein Problem war), wenn man die Bootreihenfolge auf diese Platte gelegt hat.

Da nun aber Omas Wiso Steuerprogramm nicht mehr mit Win 2000 laufen will, stellte sich die frage nach einem neuen PC oder neuem Windows. Da man letzteres auch auf einem neuen PC benötigen würde, war die Entscheidung zukunftsorientiert auf Win 7 Pro 64 Bit gefallen (32 Bit-Datenträger hatte ich ja). Dieses sollte auf die Western Digital-Platte installiert und der Rest an Betriebssystemen auf dieser Platte geplättet werden.


Problem 1:
Die Installation verlief nach bekanntem Schema: HDD 0 (Samsung) abgetrennt, HDD 1 (Western Digital) auf Master gebrückt und Kabel umgesteckt. DVD eingelegt, Setup gestartet und bis zum ersten Neustart installiert. Danach kommt die Meldung: "Missing Operating System".
Nach mehrmaligem Versuch (auch mit anderem Datenträger) habe ich Win 2000 gestartet und gesehen, dass der die Platte erkennt und auch mit Dateien versehen hat. Somit lag nahe, dass entweder das MBR zerschossen war, oder die Festplatte nicht als aktiv gekennzeichnet war. Gedacht getan, Reparaturkonsole geladen und die entsprechenden Einträge vorgenommen.
Aber: Hat nix geholfen.
Nach einem erneuten Installationsversuch wollte ich die Sache abbrechen und habe die Platten wieder normal angeschlossen, d.h. WD-HDD als Slave gebrückt, PATA-Kabel wieder richtig angeschlossen und neu gestartet.
Da nun die Western Digital-Platte noch in der Bootreihenfolge ganz oben stand, hat er natürlich sofort von dieser gebootet und was soll ich sagen: die Installation lief durch! Aus reinen Testzwecken konnte ich dieses Verhalten mit der WD-Platte noch reproduzierbar wiederholen. Die Installation auf einen anderen Datenträger mit 60 GB Speicherplatz (auch IDE und von WD) lief ohne Probleme durch.
Nun gut. Nachdem Win 7 endlich auf der WD drauf war und Grub über YAST2 angepasst werden konnte, lief soweit alles OK. Kommen wir also zu Problem 2...


Problem 2:
Im PC befanden sich wie gesagt noch 3 Karten: die GeForce FX 5600, die USB-Controllerkarte und die Netzwerkkarte mit BNC und 10MBit-Anschlüssen.
Win 7 lies sich über die Updatefunktion dazu bewegen für nahezu alles außer 4 Geräten einen Treiber zu laden. Diese Geräte waren: Die Netzwerkkarte, der SMBus, die Grafikkarte (wurde als MX400-Series erkannt) und der AGP-Treiber.
Letzterer kam über eine Onlinesuche über den Gerätemanager dann doch noch hinzu und fiel somit raus.
Der SMBus konnte leider nicht mehr mit einem Treiber versehen werden, da der neueste ein uralter XP-Treiber war, der sich auch mit Anstrengung nicht installieren lassen wollte.
Die Grafikkarte konnte mit einem Vista-Treiber zum Leben erweckt werden und sorgte letztlich noch für eine Systembewertung von 3,0 im Leistungsindex der Grafik ^_^.
Haarig wurde es dann bei der Netzwerkkarte. Auch hier gibt es ausschließlich XP-Treiber. Allerdings lies dieser sich ohne Anstalten installieren und die Karte war ohne Neustart sofort betriebsbereit. Ein Funktionstest mit Ethernetkabel und anschließendem Surfen ließen Freude aufkommen.
Doch diese wurde schnell wieder zerstreut.
Nach einem Neustart wurde in Windows 7 ein neues Gerät erkannt. Im Anschluss traten im Gerätemanager eine Hand voll WAN-Adapter auf und alle Netzwerkadapter waren mit gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager gekennzeichnet. OK, kann mal passieren. Probe aufs Exempel: Neustart hilft...sonst ganz gern einmal. Dieses Mal allerdings nicht. Windows startete neu und ließ sich anschließend nur mit der Reparaturkonsole ansprechen aber nicht starten. Eine "Reparatur" hatte allerdings keine Wirkung, auch der Fallback auf einen älteren Wiederherstellungspunkt nicht. Kurz vor dem Wutschreib wurde der Rechner heruntergefahren, die PCI-Netzwerkkarte ausgebaut und voilà, Win 7 startete ohne Fehlermeldungen in der Ereignisanzeige.

Aber jetzt kommt es: Setze ich die Karte wieder ein, startet Win 7 anstandslos und bindet die Netzwerkkarte mit dem installierten XP-Treiber ein. Man kann surfen und sich freuen. Und zwar für exakt einen Neustart. Beim zweiten Neustart geht das Theater wieder von vorn los und Windows zickt herum. Das Problem lässt sich reproduzierbar beliebig oft wiederholen. Also immer einen positiven Start mit frisch eingesetzter Karte, einem normalen Systemstart und dann einem folgenden Abbruch mit automatischem Rechnerneustart.


Da mein Opa nicht mehr auf die BNC-Karte angewiesen ist (die Unix-Rechner sind nicht mehr in Benutzung), war dieses Problem schnell behoben, aber nicht erklärt. Gleiches gilt für die WD-Platte. Wird diese als Master gebrückt und an das korrekte Kabelende gesetzt, lässt sich Windows 7 nicht komplett installieren, in der Slavekonfiguration aber schon.

Soll noch einmal jemand sagen, es gäbe kein Voodoo


Jemand eine Vermutung?

Grüße,
smoothwater

PS: Ja, der PC ist nicht mehr aktuell, aber VariCAD für Opi läuft anständig drauf und nur wegen einem Steuerprogramm einen neuen PC kaufen lohnt nicht, zumal ausschließlich über Linux gesurft und gearbeitet wird. Win 2000 war bisher nur wegen dem Steuerprogramm, für einen Lottozahlenrechner und Kurzweile mit älteren Spielen nötig
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