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Alt 13.12.2008, 17:01   #4
Tremeloes
Könner
 
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Zitat:
Oder doch nicht? Wie es scheint, durchlaufen Bilder auch beim Schießen im RAW-Format einen Entrauschungsfilter. Ist diese Aussage korrekt?
ich persönlich gehe davon aus, daß alle Bilder, die im Raw Format aufgenommen wurde schon diverse Filterungen hinter sich haben - ganz egal, was ein Hersteller dazu sagt.

Zitat:
Dass mehr Megapixel bei gleicher Sensorgröße Blödsinn sind, ist jedem bekannt.
stimmt nur bedingt. wenn mein Objektiv in der Lage ist diese Liniendichte der Pixel aufzulösen ist das kein Problem.

Zitat:
Wie sieht es mit Moirée- und UV-Filtern aus? Wieso brauchen DSLR Kameras diese, analoge jedoch nicht? Ein Hersteller hatte einmal eine DSLR ohne diese Filter angeboten, da sie ja anscheinend zu einer gewissen Unschärfe führen. Das Produkt war sündhaft teuer (ich glaube Leica?), nur leider ein Flop. Weiß hier jemand mehr als ich?
ne, leider nicht. habe aber auch seit zwei jahren schon keine Probleme mit Moiree gehabt. im Prinzip gilt aber, daß jede weitere Masse zwischen Objektiv und Sensor die Schärfe beeinflußt.

Zitat:
Wie mir gesagt wurde, besitzen analoge SLR Geräte eine im Vergleich zu den digitalen Geschwistern doppelt so hohe dynamic range. Das ist meiner Meinung nach das größte Manko an der K10D, die ich mein eigen nennen darf.
ein guter Negativfilm hat bei guter Belichtung etwas einen Belichtungsumfang von 10 Blendenstufen, Diafilme liegen darunter mit ca. 6 Blendestufen. die von Sensoren soll bei ca. 8 liegen. ich persönlich habe aber die Praxiserfahrung gemacht, daß ich aus einer guten Raw File mehr herausholen kann als aus einem guten Negativ. dies sind natürlich nur Laborwerte. wenn ich ein Objekt ausleuchte und das Licht, das ich verwende einen Blendenumfang von 4 Blenden hat, hilft es mir auch nicht, wenn ich 10 wiedergeben könnte.
HDR aufnahmen helfen hier nur bedingt (meiner Meinung nach). vorsichtig eingesetzt ja aber der extrem hohe Blendenumfang führt meistens dazu, daß die Bilder unecht wirken.


was nun besser ist, ist glaube ich nur schwer zu beantworten. vielmehr sollte man fragen, welche Kamera/System ist für welchen Zweck gerade die beste. auch heute würde ich jederzeit meinen iso 1600 s/w Film gepushed auf iso 3200 oder 6400 jeder digitalen Kamera bevorzugen, wenn es darauf ankommt schöne available light Bilder bei fast gar keinem Licht zu machen.
für die Weihnachtsreportage mit Aufsteckblitz ist die digitale wieder von Vorteil.
Faktoren wie Schärfe ist immer auch eine Frage des Geldes. wer z.B. sein ganzes Leben lang nur mit KB dslr fotografiert hat und das erste mal eine Datei einer Mittelformat slr sieht wird feststellen, daß er noch nie eine scharfe Datei mit seiner KB dslr Kamera erstellt hat.

wenn man mir die Wahl lässt, würde ich weiterhin analog fotografieren. ich bilde mir ein an jedem Abzug sehen zu können, ob das Ausgangsmaterial eine Datei oder ein Film war und analog sieht für mich einfach homogener aus.

edit:
generell gilt für beide Systeme, das der Umgang damit gelernt sein will. wenn ich zB einen perfekten Abzug vom Negativ im Labor erstellen will, bin ich damit einen halben Tag beschäftigt. genauso will es gelernt sein Raw Files zu wandeln. wenn ich mir Bilder in Foren anschaue sind da zb 90% brutal überschärft.
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Sys 2:

Geändert von Tremeloes (13.12.2008 um 17:06 Uhr)
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